Ausstellung 20.10.23 bis 10.03.24

Tervuren

Eine belgische Künstlerkolonie

Bis 10.3.24, Gemäldegalerie Dachau

Dachau, Gemäldegalerie Dachau: In dem unweit von Brüssel gelegenen Städtchen, dessen „Zonienwald” besonders viele malerische Motive bot, entstand um 1850 eine der bedeutendsten belgischen Künstlerkolonien, die bald als das belgisches Barbizon bezeichnet wurde.

Die Entstehung der Künstlerkolonie Tervuren ist nicht ohne den regen künstlerischen Austausch zwischen Paris und Brüssel im 19. Jahrhundert zu erklären. In dem unweit von Brüssel gelegenen Städtchen, das im Mittelalter Sommersitz der kunstsinnigen Herzöge von Brabant war und dessen „Zonienwald” besonders viele malerische Motive bot, entstand um 1850 eine der bedeutendsten belgischen Künstlerkolonien, die bald als das belgisches Barbizon bezeichnet wurde.

Als ihr Begründer gilt Théodore Fourmois (1814-1871), der mit seinen einfachen, naturalistischen Landschaftsbildern im Salon de Bruxelles aufgefallen war. Die Bezeichnung „Schule von Tervuren” prägten die Maler Hippolyte Boulenger und Jules Raemakers, als sie sich 1866 in einer Brüsseler Ausstellung als Schüler der „Ecole de Tervuren” ausgaben. Während die erste Malergeneration deutlich von Barbizon beeinflusst war, wird in den Bildern einer zweiten Malergeneration ab 1880 der Übergang vom Realismus zum „belgischen Impressionismus” sichtbar. Nach 1910 verlor die Künstlerkolonie Tervuren an Bedeutung.

Die Ausstellung zeigt 76 Gemälde und Graphiken aus dem Bestand des im Umbau befindlichen Museums.

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