Ausstellung 10.05. bis 07.09.25
1845 unternahm die britische Königin Victoria mit ihrem deutschen Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha eine Kreuzfahrt auf dem Rhein. Von der romantischen Flusslandschaft überwältigt, schrieb sie über den Drachenfels in ihr Tagebuch: „Too beautiful!”.
Die beiden Royals waren aber keineswegs die ersten Briten am Rhein. 2024 jährte sich auch der Todestag von Lord Byron zum 200. Mal, dessen Dichtungen dem Rhein zu ungeahnter Popularität verhalfen. Dies gab den äußeren Anlass für eine Ausstellung, in der sich das Mittelrhein-Museum und das Siebengebirgsmuseum Königswinter gemeinsam der Entdeckung der Rheinlandschaft durch britische Touristen und Künstler im 19. Jahrhundert widmen.
Dem Rheinlauf folgend zeigen Bilder britischer Künstler die wichtigen Stationen der Reisenden entlang des Rheins. Neben Gemälden und Aquarellen bekannter Künstler wie Clarkson Stanfield, Samuel Prout und David Roberts sowie William Turner sind Karikaturen zu sehen, die die Reiseleidenschaft der Briten dokumentieren und die eine bis heute nachwirkende Wahrnehmung der typischen Touristen begründeten.
Wenngleich diese bekannten englischen Maler und Schriftsteller das heutige Bild von den Engländern am Rhein geprägt haben, so gehörte das Gros doch ganz anderen Berufsgruppen an. Ein Ziel des Ausstellungsvorhabens ist es, den Blick zu weiten und neben den Erlebnissen der Berühmtheiten auch charakteristische Episoden mit weniger bekannten Protagonisten zu erzählen. Die Ausstellung soll die Reiseerfahrungen von Frauen ebenso wie die von Männern berücksichtigen, Typisches wie Außergewöhnliches schildern.
Ausstellungsort
Kunst- und kulturgeschichtliches Museum im spektakulären „Forum Confluentes”. Rheinische Kunst vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, mittelalterliche Skulpturen, Rheinromantik.
Bis 6.9.2026, im Haus
Auch wenn die 1920er Jahren im Mittelpunkt stehen, wirft die Ausstellung einen Rückblick auf die Situation vor 1914 sowie einen Ausblick auf die Zeit nach 1933 und 1945.
Bis 11.10.2026, im Haus
Unter dem Eindruck des eigenen Erlebens schildern de Goyas Aquatinta-Radierungen die Gräueltaten der französischen Besatzer im Kampf mit der aufständischen spanischen Bevölkerung.
Ab 25.9.2026, im Haus
Immer wieder bezieht der Künstler aktuelle gesellschaftliche Diskurse, aber auch Naturkatastrophen auf hintersinnige Weise in seine Gemälde ein.
Dependance, Koblenz
Geburtshaus der Mutter Beethovens, Maria Magdalena Keverich. Beethoven in Koblenz.
Ausstellungshaus, Koblenz