Ausstellung 01.10. bis 27.11.22

Kunsthalle Rostock

Über Wasser & Pflanzen

20 künstlerische Positionen zur Nachhaltigkeit

Hansestadt Rostock, Kunsthalle Rostock: Das Projekt verfolgt das Ziel, die adäquaten Umgangsformen mit Naturressourcen, insbesondere von Wasser, und deren Wertschätzung zu stärken sowie künftige potentielle Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu beleuchten. Bis 27.11.22

Ausgehend von der Tatsache, dass Wasser die unabdingbare Voraussetzung für die Anwesenheit von organischem Leben ist, verfolgt dieses Projekt das Ziel, die adäquaten Umgangsformen mit Naturressourcen, insbesondere von Wasser, und deren Wertschätzung zu stärken sowie künftige potentielle Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu beleuchten.

Im Fokus des Projekts steht die Beschäftigung mit austrocknungstoleranten „Wiederauferstehungspflanzen”, die vor allem in den Tropen auf Felsen wachsen. Diese Pflanzen sind in der Lage lange Perioden im ausgetrockneten Zustand zu überleben.

Rostocker Botaniker (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Stefan Porembski) forschen über trockenheitsresistente Pflanzen in Afrika, Asien und Südamerika. In Zukunft könnte es möglich sein die Fähigkeit zur Austrocknungstoleranz auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen zu übertragen, die dann weniger durch Dürren gefährdet wären. Aufgrund des anthropogen verursachten Klimawandels werden auch in urbanen Lebensräumen Pflanzen mit einem geringeren Wasserbedarf zukünftig eine größere Rolle spielen. Die vorhergesagte geringere Verfügbarkeit von Wasser wird für alle Menschen sichtbare Folgen in seiner Umwelt hinterlassen wie etwa das Austrocknen von Gewässern oder Waldbrände.

Im 18. und 19. Jahrhundert spielte die Nachahmung der Natur eine große Rolle in den künstlerischen Darstellungen. Die zeitgenössische Kunst beschäftigt sich dagegen mit der Wiedergabe der Realität zur Veranschaulichung von Themen und als Wegweiser zu einem nachhaltigeren Lebensstil, um die Naturressourcen Erde, Luft und Wasser für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Kuratorin Tereza de Arruda hat für dieses Projekt 20 internationale Künstler eingeladen, die sich mit der Natur, den Naturelementen und deren Symbiose mit der Menschheit in ihren Œuvres auseinandersetzen. Sie vertreten verschiedene Kulturen und Ethnien, die in ihrer Essenz einer bestimmten Spiritualität, Mythologie und Technologie im Umgang mit der Natur folgen.

Die auszustellenden Arbeiten sind Installationen, Objekte, Malereien, Zeichnungen Fotografien, NFT's, Videoarbeiten und ortsspezifische Werke von Eva & Adele, Fran- cisco de Almeida, Birgit Brenner, Caetano Dias, Jaider Esbell, José Gomes, Yuan Gong, HAP Grieshaber, Rhys Himsworth, Sandra Vásquez de la Horra, Han Seok Hyun, Ingar Krauss, Anna McCarthy, Giacomo Orth, Jina Park, Veronika Pfaffinger, Luzia Simons, Vivan Sundaram, Armarinhos Teixeira und Thomas Wrede.

Durch Residenzprogramm, Ausstellungen und Aktionen in der Kunsthalle Rostock sowie im Botanischen Garten der Universität Rostock wird eine dynamische und experimentelle Plattform geschaffen. Gemeinsam mit Künstlern und Wissenschaftlern wird für Besucher in Form von Führungen und Diskussionen ein Austausch von Forschungen, Erfahrungen und Ambitionen initiiert.

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