Ausstellung 27.08. bis 31.12.21

Kunstgewerbemuseum

Utopie Kulturforum. KGM:landed!

Berlin, Kunstgewerbemuseum: Die heutige Gestalt des Berliner Kulturforums ist durch Utopien geformt worden. Entstanden ist ein Ort, an dem deren Wirkmächtigkeit und Ambivalenz im Gelingen wie im Scheitern erfahrbar ist. Bis 31.12.21

Die heutige Gestalt des Berliner Kulturforums ist durch Utopien geformt worden. Entstanden ist ein Ort, an dem deren Wirkmächtigkeit und Ambivalenz im Gelingen wie im Scheitern erfahrbar ist.

Die geplatze Handgranate

Als neue Westberliner Museumsinsel, als „ein lebendiges Kulturzentrum, ganztags von Menschen durchschritten“ mit Wohnungen auf den Museumsdächern, Restaurants und verbindenden Fußgängerbrücken zum Tiergarten und über den Landwehrkanal hinweg, so visionierte der Stuttgarter Architekt Rolf Gutbrod das heutige Kulturforum. Sein erster Entwurf, 1966 eingereicht, wurde als „geplatzte Handgranate” beschrieben und musste überarbeitet werden.

Das Kunstgewerbemuseum wurde als einziges Museum realisiert und erst 1985 eröffnet. Es ist als Utopie einer Großraumstruktur der 1960er Jahre gestartet, doch der politische Prozess zur gebauten Realarchitektur hat die Utopie des ursprünglichen Entwurfs über die Jahre geschliffen.

Das Berliner Künstlerduo prjktr (David Roth und Florian Machner) nimmt diesen ersten Entwurf als Ausgangspunkt für ihre Intervention im prominenten Treppenhaus des KGM und kontextualisiert das Gebäude im Spannungsfeld der Architektur- und Stadtutopien der 1960er Jahre.

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