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11.5.2026
Hammershøi, Frau am Klavier zu „Vilhelm Hammershøi”, CH-8001 Zürich
Vilhelm Hammershøi, Interieur mit Frau am Klavier (Ausschnitt), Strandgade 30, 1901
Privatsammlung, Foto: Bruno Lopes

Ausstellung 03.07. bis 25.10.26

Vilhelm Hammershøi

Maler des stillen Klangs

Kunsthaus Zürich

Heimplatz 1
CH-8001 Zürich
044-253 84 84
info@kunsthaus.ch
Ganzjährig:
Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr

Leere Zimmer, geschlossene Türen, Figuren im Rücken, Stille Räume, gedämpftes Licht und minimale Verschiebungen im Vertrauten: das Kunsthaus Zürich widmet Vilhelm Hammershøi die erste umfassende Museumsausstellung in der Schweiz. Seine Bilder lenken den Blick auf Wahrnehmung, Atmosphäre und die leisen Spannungen zwischen Raum und Objekt.

Hammershøis Malerei entzieht sich dem Erzählerischen. Statt Handlung entsteht Konzentration. Räume wirken zugleich vertraut und fremd, Licht tastet sich über Wände, Dinge treten in stiller Präsenz hervor. Seine Werke leben von feinsten Abstufungen gedeckter Farben. Kaum sichtbare Veränderungen in wiederkehrenden Motiven schärfen den Blick und machen Wahrnehmung selbst zum Thema.

Im Austausch mit internationalen Strömungen seiner Zeit entwickelte Hammershøi eine eigenständige Bildsprache. Die Nähe zu James McNeill Whistler zeigt sich in der Reduktion und in der Konzentration auf formale Aspekte. Gleichzeitig wirkt sein Werk überraschend modern und lässt sich mit Positionen wie Giorgio Morandi vergleichen.

Eine weitere Dimension eröffnet die Verbindung zur Musik: Instrumente wie Cello oder Klavier erscheinen in seinen Bildern, und seine Malerei entfaltet eine gespannte Ruhe – wie ein Moment kurz vor dem ersten Ton. Neben den ikonischen Interieurs zeigt die Ausstellung auch Porträts, Stadtansichten und Landschaften und verortet sein Werk in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext.

POI

Ausstellungsort

Kunst­haus Zürich

Ge­mälde, Pla­stiken, Grafik. Alte Meister, italie­nische und nieder­ländi­sche Malerei des 17./18. Jh., fran­zö­si­sche Malerei des 19. Jh., Klas­sische Moderne, Zeit­ge­nössi­sche und Schweizer Kunst.

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Archiv, Zürich

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