Ausstellung 03.07. bis 25.10.26
Leere Zimmer, geschlossene Türen, Figuren im Rücken, Stille Räume, gedämpftes Licht und minimale Verschiebungen im Vertrauten: das Kunsthaus Zürich widmet Vilhelm Hammershøi die erste umfassende Museumsausstellung in der Schweiz. Seine Bilder lenken den Blick auf Wahrnehmung, Atmosphäre und die leisen Spannungen zwischen Raum und Objekt.
Hammershøis Malerei entzieht sich dem Erzählerischen. Statt Handlung entsteht Konzentration. Räume wirken zugleich vertraut und fremd, Licht tastet sich über Wände, Dinge treten in stiller Präsenz hervor. Seine Werke leben von feinsten Abstufungen gedeckter Farben. Kaum sichtbare Veränderungen in wiederkehrenden Motiven schärfen den Blick und machen Wahrnehmung selbst zum Thema.
Im Austausch mit internationalen Strömungen seiner Zeit entwickelte Hammershøi eine eigenständige Bildsprache. Die Nähe zu James McNeill Whistler zeigt sich in der Reduktion und in der Konzentration auf formale Aspekte. Gleichzeitig wirkt sein Werk überraschend modern und lässt sich mit Positionen wie Giorgio Morandi vergleichen.
Eine weitere Dimension eröffnet die Verbindung zur Musik: Instrumente wie Cello oder Klavier erscheinen in seinen Bildern, und seine Malerei entfaltet eine gespannte Ruhe – wie ein Moment kurz vor dem ersten Ton. Neben den ikonischen Interieurs zeigt die Ausstellung auch Porträts, Stadtansichten und Landschaften und verortet sein Werk in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext.
Ausstellungsort
Gemälde, Plastiken, Grafik. Alte Meister, italienische und niederländische Malerei des 17./18. Jh., französische Malerei des 19. Jh., Klassische Moderne, Zeitgenössische und Schweizer Kunst.
Ab 11.9.2026, im Haus
Meisterwerke eröffnen in neuen Nachbarschaften überraschende Perspektiven.
Ab 2.10.2026, im Haus
Obwohl die beiden ein halbes Jahrhundert trennt, eröffnen sich bei genauerer Betrachtung erstaunliche Parallelen.
Im gleichen Haus
Sammlung französischer Malerei, vor allem des Impressionismus, mit Werken von Ingres, Corot, Delacroix, Daumier, Courbet, Pissaro, Manet, Degas, Sisley, Czanne, Monet, Renoir, Gauguin, Van Gogh, Signac, Toulouse-Lautrec, Bonnard, Vuillard, Matisse, Rouaul
Archiv, Zürich
Gebäude mit romanischem Ursprung und eines der bedeutendsten frühneuzeitlichen Bürgerhäuser in der Zürcher Altstadt. Stadtmodell „Zürich um 1800”, wechselnden Ausstellungen zur Zürcher Stadt- und Baugeschichte.