Exponat
Moas waren ausschließlich in Neuseeland lebende Laufvögel und einzigartig dadurch, dass sie wirklich keinerlei Flügel besaßen. Bereits Mitte des 15. Jahrhunderts, nur 100 bis 200 Jahre nach der Besiedlung Neuseelands durch die Māori und noch vor dem Eintreffen der Europäer, waren sie infolge intensiver Bejagung und umfangreicher Rodungen ausgerottet.
Insgesamt sind neun verschiedene Moa-Arten bekannt. Bei allen war ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus vorhanden: die Weibchen waren fast doppelt so groß wie die Männchen. Die größten Weibchen wogen vermutlich über 200 Kilogramm und konnten ihren Kopf bis zu 3,60 Meter hochrecken. Das war allerdings nicht ihre natürliche Körperhaltung: Moas lebten in dichten Wäldern und fraßen Früchte, Blätter und Knospen. Entsprechend bewegten sie sich in geduckter Haltung durch das Unterholz, mit dem Kopf vor dem Körper.
Das NHM Wien birgt eine der größten Moa-Sammlungen außerhalb Neuseelands. Die Skelette kamen zwischen 1862 und 1884 als Einzelteile an das damalige k. und k. Hofmuseum, das heutige NHM Wien, und wurden rasch zu einem Publikumsmagneten, denn so etwas hatte die Welt bis dahin nicht gesehen. Besonders beeindruckend war und ist ein Riesenmoa (Dinornis robustus), dessen Skelett eine Höhe von über drei Metern erreicht.
Dieser Gigant sowie die Skelette einiger anderer Moa-Arten waren seither in verschiedenen Ausstellungsräumen des NHM Wien zu besichtigen, zuletzt im Saal 30 der ornithologischen Ausstellung. Die Neugestaltung der Vogelsäle machte nun einen erneuten hausinternen Umzug einiger Exemplare erforderlich. Drei davon sind heute in einer neuen Moa-Vitrine in modernem Design und mit einem neuen Arrangement zu sehen. Sie befindet sich auf Ebene 1, im sogenannten „Moa-Gang”.
Standort
Prächtiger Palast der Naturwissenschaft und eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Berühmte und unersetzbare Exponate, etwa die 25.000 Jahre alte Venus von Willendorf, die vor über 200 Jahren ausgestorbene Stellersche Seekuh, riesige Saurierskelette und vieles mehr. Eines der 10 besten Museen der Welt.
Bis 19.7.2026, Wien
In seinen Bildwelten zeigt Fotokünstler Gregor Sailer, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte.
Bis 6.4.2026, Wien
Die Ausstellung zeigt Parallelen und Unterschiede zwischen Ost und West in vergleichbaren historischen Perioden auf.
Ab 24.3.2026, Wien
Beide Künstler malten zunächst spektakuläre Ansichten ihrer Heimatstadt Venedig, verließen die Lagunenstadt aber, um ihre Karriere im Ausland fortzusetzen.
Museum, Wien
Gemäldegalerie, Ägyptisch-Orientalische Slg., Antikensammlung, Kunstkammer, Münzkabinett. Eines der größten und bedeutendsten Museen der Welt. Objekte aus dem alten Ägypten, der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit bis etwa 1800.