Museum

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Völkerkundemuseum Herrnhut

Herrnhut: Eine der ältesten Missionssammlungen im deutschsprachigen Raum. Objekte von der dritten Reise James Cooks. Sammelgut, Fotografien und Aufzeichnungen aus Süd- und Mittelamerika, Australien, Süd- und Ostafrika, Südrußland und Tibetisch-Indien. Historische kalmykische Tempeljurte.

Die Sammlung des Völkerkundemuseums Herrnhut gehört aufgrund ihrer Geschichte in die Reihe der Missionsmuseen.

Das 1878 gegründete Herrnhuter Museum zählt – mit seinem Vorläufer, dem seit 1758 nachweisbaren Naturalienkabinett der Brüder-Unität in Barby, später Niesky – zu den ältesten Missionssammlungen im deutschsprachigen Raum. Mit seinem im Gründungsnamen geäußerten Anspruch eines „ethnographischen kultur- und naturhistorisch-wissenschaftlichen Museums” stellt es innerhalb der Missionsmuseen, die vordergründig zur „Missionspropaganda” gegründet wurden, eine der wenigen Ausnahmen dar.

Die Missionstätigkeit der Evangelischen Brüder-Unität begann 1732, das Sammeln erster völkerkundlicher Objekte durch Herrnhuter Missionare ist für das Jahr 1740 nachgewiesen. Erste Sammelinstruktionen wurden 1774 in der Schrift Bossarts „Kurze Anweisungen Naturalien zu sameln” niedergelegt. 1781 gelangten Objekte von der dritten Reise James Cooks in das Naturalienkabinett Barby und damit in den heutigen Bestand des Museums. Erst im Jahr 1878 gründete sich der „Museum-Verein Herrnhut” auf Initiative des Apothekers Bernhard Kinne, und zwei Jahre später wurden die Missionare offiziell zum Sammeln für das Museum aufgerufen.

1901 wurde das erste eigene Museumsgebäude eröffnet, nachdem die Objekte zuvor an verschiedenen Orten präsentiert worden waren.

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