Ausstellung 09.10.22 bis 19.02.23

Museum für Fotografie

Vogelschau und Froschperspektive

Fotografie für Kinder

Berlin, Museum für Fotografie: Die Ausstellung vor allem für Kinder spannt den Bogen vom Knipsbild über die klassische Werbeaufnahme aus dem Profistudio und die sozial engagierte Bildreportage bis hin zu künstlerisch intendierten Gestaltungsformen. Ab 9.10.22

Erstmals öffnet das Berliner Museum für Fotografie seine Pforten vor allem für Kinder. Eine bunte Mischung aus rund 170 Werken bietet Arbeiten aus der fotografischen Sammlung der Kunstbibliothek sowie eine konzentrierte Auswahl druckgrafischer, zeichnerischer und plastischer Werke und Filme. Alle zusammen veranschaulichen die Gebrauchsweisen, Gestaltungs- und Ausdrucksformen der Fotografie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.

Zehn assoziativ gruppierte Kapitel bieten eine bunte Fülle an Bildern und fotografischen Geschichten. Sie bringen Episoden zum Finden, Sammeln und Erzählen von Bildern; zum Lesen von Zahlen, Buchstaben oder Wolken ebenso wie zu Entdeckungen im Alltag, in der Schule und auf Reisen. Dazu gehören Aufnahmen von Tier und Natur, Geschichten von Familien und Freundschaften, aber auch Automatenporträts und fotografische Farb-, Licht-, Spiegel- und Materialspiele. Die Ausstellung spannt den Bogen vom Knipsbild über die klassische Werbeaufnahme aus dem Profistudio und die sozial engagierte Bildreportage bis hin zu künstlerisch intendierten Gestaltungsformen und Konzepten. Dazu zählen der Piktorialismus um 1900, das Neue Sehen der 1920er-Jahre, Fotografik, Mail Art sowie Positionen der inszenierten Fotografie.

Eine konzentrierte Auswahl druckgrafischer, zeichnerischer und plastischer Werke sowie Filme ergänzt die Präsentation, die vor allem auf die konkret-sinnliche Materialität von Originalfotografien setzt und eine „Schule des Sehens“ bietet. Dazu schafft eine Leseinsel mit fotografisch illustrierten Bilderbüchern Raum, um in Fotogeschichten einzutauchen. Diese mediale Vielfalt entfaltet nicht nur für junge Menschen andere Perspektiven. Sie ist für alle, die sich einen offenen Blick auf die Welt, die Künste und nicht zuletzt die Fotografie bewahrt haben.

Ein umfangreicher Begleitprogramm lädt zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen in der Ausstellung ein. Es setzt auf Aktionen und Workshops sowohl mit historischen wie zeitgenössischen Anwendungsformen der Fotografie, um die Aktualität früher Sicht- und Arbeitsweisen, Kontinuitäten sowie die Potentiale alter und neuer Technik zu zeigen. Darüber hinaus eröffnen interdisziplinäre Veranstaltungen, Performances und Artist Talks den Blick auf die enge Verflechtung der Fotografiegeschichte mit Lebensrealitäten, Fragen und Praktiken aus Alltag, Kultur und Kunst.

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