Ausstellung 24.10.19 bis 30.08.20

Museum Angewandte Kunst

Von Drachen, Einhörnern und Mondhasen

Frankfurt/Main, Museum Angewandte Kunst: Aus seiner umfangreichen Asiatischen Sammlung zeigt das Museum Angewandte Kunst ausgewählte Beispiele aus unterschiedlichsten Materialien, die mehr als 2.000 Jahre chinesischer Kultur- und Geistesgeschichte widerspiegeln. Bis 30.8.20

Die Welt der Kreaturen gehört zu den faszinierendsten Gebieten der visuellen Kultur Chinas. Die Darstellung von Natur, besonders aber auch der Tiere, ist schon seit rund 2.500 Jahren eine der wichtigsten Ausdrucksformen im Reich der Mitte.

Das visuelle Erscheinungsbild von Tieren beginnt mit kaum erkennbaren Wesen, die neben vollkommen abstrakten Ornamentformen auf frühen Ritualbronzen erscheinen. Rund tausend Jahre später tritt eine neuartige, ganz und gar lebensnahe Darstellung von Pferden, Hunden, Schweinen und anderen den Menschen umgebenden Tieren an den Tag – und dies paradoxerweise in der Grabkeramik. Figuren dieser Art wurden den Verstorbenen mit ins Grab gegeben, um ihnen dort für die ihnen vertraute diesseitige Welt symbolisch zur Seite zu stehen.

Mehr noch als die reale Tierwelt beherrschen mythische Tierwesen in den späteren Jahrhunderten das visuelle Feld. Der Drache als Symbol für Kaiser und Fruchtbarkeit, die mildtätige und Kindersegen versprechende Kreatur Qilin, die wundertätige dreibeinige Kröte erscheinen ebenso wie z.B. Hirsch und Kranich als Reittiere der Unsterblichen. Als Glückssymbole prägen sie seit jeher den chinesischen Alltag.

Aus seiner umfangreichen Asiatischen Sammlung zeigt das Museum Angewandte Kunst ausgewählte Beispiele aus unterschiedlichsten Materialien, die mehr als 2.000 Jahre chinesischer Kultur- und Geistesgeschichte widerspiegeln.

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