Ausstellung 25.07.19 bis 24.07.20

Alte Pinakothek

Wenn du an die Neue denkst…

Von Goya bis Manet: das 19. Jahrhundert in der Alten Pinakothek

München, Alte Pinakothek: Die rund 90 Gemälde und Skulpturen der Ausstellung umreißen das Spektrum vom ausgehenden 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Bis 24.7.20

Die rund 90 Gemälde und Skulpturen der Ausstellung umreißen das Spektrum vom ausgehenden 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Die begrenzten Räumlichkeiten im Erdgeschoss Ost fokussieren dabei auf einige wenige Themen und Situationen des an Umbrüchen so reichen Jahrhunderts, ermöglichen zugleich aber auch neue Konstellationen und unerwartete Begegnungen.

So treffen im großen Mittelsaal am ehemaligen Klenze-Portal Porträts aus der Zeit des Klassizismus bis zur anbrechenden Moderne aufeinander. Den scharf beobachteten Bildnissen Goyas und der naturnahen Inszenierung der englischen Upper Class in den Porträts von Thomas Gainsborough und Thomas Lawrence steht Édouard Manets kühl distanzierender Realismus und die Darstellung einfacher Menschen bei Edgar Degas gegenüber. Der monumentale Klassizismus Antonio Canovas kommuniziert mit dem verträumten Symbolismus Georges Minnes im angrenzenden Kabinett, während im anschließenden Saal die Werke van Goghs, Klimts, Segantinis u. a. den radikalen Bruch mit tradierten Sehgewohnheiten markieren.

Im Saal der deutschen Romantiker tritt die retrospektive Malerei der Nazarener in Rom zusammen mit der Innenschau Caspar David Friedrichs in Dresden und dem mit malerischer Bravour vorgetragenen Realismus Carl Blechens in Berlin auf. Im Kabinett der französischen und englischen Romantiker und frühen Realisten begegnen sich die literarische Romantik Eugène Delacroix’ und die empirische Naturerkundung bei William Turner und John Constable. Wilhelm Leibl und sein Kreis folgen den Spuren Gustave Courbets und der Schule von Barbizon, während Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt die Aufbruchstimmung der Moderne in Berlin um 1900 repräsentieren.

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