Ausstellung 30.10.21 bis 24.04.22

Erika-Fuchs-Haus

Vorbilder*Innen

Schwarzenbach a.d.Saale, Erika-Fuchs-Haus: Der Feminismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der prägende Einfluss, den Comic-Zeichnerinnen von Beginn an auf die Entwicklung des Mediums hatten, scheint jedoch selbst Experten nicht immer bewusst. Bis 24.4.22

Wie kommt es, dass Comic-Künstler der 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahre zu Ehren gelangt sind, während Frauen in dieser Ahnengalerie selten auftauchen? Welche Auswirkungen hat es, wenn Vorbilder größtenteils männlich sind? Und: Was bedeutet eigentlich Feminismus im Comic?

Der Feminismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Spätestens seit #metoo ist dieser Satz zum Gemeinplatz geworden. Sichtbar wird sein Einfluss an Gesetzesänderungen, vielfältigeren Rollenbildern und neuen sozialen Bewegungen. Die Comic-Szene zeigt diese Veränderungen wie unter dem Brennglas: Während die große Mehrheit der Zeichner und Leser bis Ende der 1990er-Jahre männlich war, sind Frauen mittlerweile auf allen Ebenen präsent. Sie gewinnen wichtige Preise, veröffentlichen Bestseller, leiten Verlage und dominieren je nach Veranstaltungsthema das Publikum.

Fragt man aber nach einflussreichen Zeichnerinnen, werden meist junge Künstlerinnen oder Zeitgenossinnen genannt. Der prägende Einfluss, den Comic-Zeichnerinnen von Beginn an auf die Entwicklung des Mediums hatten, scheint selbst Experten nicht immer bewusst.



Die Ausstellung befasst sich mit Vorbildern und wie sie installiert werden. In acht Themenbereichen werden 17 Künstlerinnen vorgestellt, die das Thema „Vorbilder*innen“ auf unterschiedliche Weise aufgreifen.

Erika-Fuchs-Haus ist bei:
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