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13.11.2025
Weibermacht zu „Weibermacht”, DE-38100 Braunschweig

Ausstellung 24.10.25 bis 22.02.26

Weibermacht

Die schöne Böse

Herzog Anton Ulrich-Museum

Ganzjährig:
Di-So 11-18 Uhr

Verführt, verraten und zum Narren gehalten – seit dem Mittelalter illustrieren „Weibermacht”-Darstellungen ein zu allen Zeiten viel verbreitetes Motiv: das vermeintlich starke Geschlecht verliert durch das Wirken einer schönen Frau buchstäblich den Verstand.

Aus männlicher Perspektive galt dies als Warnung vor weiblicher Raffinesse, die in verschiedenen Paarkonstellationen veranschaulicht wurde. So überzeugte einst Phyllis den berühmten Gelehrten Aristoteles, sich von ihr als Reittier missbrauchen zu lassen. Und nicht zuletzt Lucas Cranach verbreitete die Geschichte von der lydischen Königin Omphale, die ihren Geliebten, den übermenschlich starken Helden Herkules, dazu verleitete, Keule und Löwenfell gegen Spindel und Frauenkleider einzutauschen.

Diese und weitere Erzählungen zeigen Männer, die ihre Macht verlieren. Doch ist die Frau wirklich nur „die schöne Böse”?

Misogyne Strukturen, die selbstbewusst handelnde Frauen als Bedrohung begreifen, bestehen bis heute und haben sich nicht zuletzt durch Bilder über die Jahrhunderte hinweg verfestigt. Letztlich tragen auch sie zu einem gesellschaftlichen Ungleichgewicht bei, in dem Machtfragen meist immer noch zugunsten des Patriarchats entschieden werden.

Hier setzt die Ausstellung an: sie hinterfragt – ausgehend vom kunsthistorischen Motiv der „Weibermacht” – stereotype Geschlechtervorstellungen bis in unsere Gegenwart. Sie zeigt Machtverschiebungen auf und präsentiert positive Vorbilder und Beispiele weiblicher Macht.

Meisterwerke Alter Kunst, neu befragt und ergänzt durch zeitgenössische Kunstwerke aus dem Kunstmuseum Wolfsburg, bringen den männlich dominierten Blick der Kunstgeschichte ins Wanken und fördern einen kritischen und produktiven Dialog mit provokativen Positionen weiblicher und queerer Künstler von heute.

POI

Ausstellungsort

Herzog Anton Ulrich-Museum

Eines der älte­sten Kunst­museen Euro­pas. Viert­größte Ge­mälde­galerie Alter Meister in Deutsch­land, Skulp­turen und Kunst­hand­werk von der Antike bis zur frühen Neuzeit, Kupfer­stich­kabi­nett mit Werken vom Mittel­alter bis zur Gegen­wart.

Dependance, Braunschweig

Burg Dank­warde­rode

Neo­roma­ni­scher Bau im Geiste des Histo­ris­mus. Re­kon­struk­tion der kriegs­zer­störten Aus­malung. Mittel­alter­liche Kunst.

Museum, Braunschweig

Museum für Photo­gra­phie

Fotografische Nachlässe der Brauschweiger Fotografen Käthe Buchler, Hans Steffens und Nikolaus Geyer. Arbeiten aus der Frühzeit der Fotografie. Wech­sel­aus­stel­lun­gen natio­naler und inter­natio­naler Künst­ler

Museum, Braunschweig

Haus am Löwen­wall Braun­schweig

Samm­lun­gen zur Braun­schwei­ge­ri­schen Kunst- und Kultur­ge­schichte, Münz und Geld­wesen, vor­indu­strielle Pro­duk­tion, Zünfte, Hand­werk und Indu­strie, Reli­giöse Zeug­nisse, Stadt­ge­schichte, Städti­sches Leben, Bilder zur Kunst- und Kultur­ge­schichte, Völker­kunde.

Schloss, Braunschweig

Schloss­museum Braun­schweig

Das Resi­denz­schloss der Wel­fen wurde an­hand alter Pläne und histo­ri­scher Fotos in ur­sprüng­licher Größe am histo­ri­schen Platz, am Schloss­platz, re­kon­stru­iert.

Bot. Garten, Braunschweig

Bota­ni­scher Garten

Ca. 4.000 Pflan­zen­arten, das sind etwa 1,5% der Welt­flora. Reich­halti­ges An­ge­bot von Führ­ungen, Vor­trä­gen, Info-Heften und Aus­stel­lun­gen.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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