Ausstellung 04.09.25 bis 18.01.26
William Kentridge (*1955 in Johannesburg) gehört weltweit zu den renommiertesten zeitgenössischen Künstlern. International bekannt wurde er Ende der 1980er Jahre durch seine animierten Kurzfilme, in denen Kentridge sich kritisch, zugleich aber auch sehr poetisch mit der Vergangenheit und Gegenwart Südafrikas auseinandersetzt. Diese Filme, die auf großformatigen Kohlezeichnungen basieren, bilden den Ausgangspunkt für ein umfangreiches Œuvre, das Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Tapisserie ebenso umfasst wie Operninszenierungen und multimediale Bühnenstücke.
In seinen inhaltlich miteinander verwobenen Werken thematisiert Kentridge immer wieder die Frage nach Gerechtigkeit, aber auch das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft.
Zum 70. Geburtstag des Künstlers präsentiert das Museum Folkwang eine große Retrospektive, die mit Exponaten aus über vier Jahrzehnten die gesamte Laufbahn William Kentridges umspannt. Einen Schwerpunkt bilden die Filme der Reihe Drawings for Projection, in denen Aufstieg und Niedergang von Johannesburg ebenso zur Sprache kommen wie das schwierige Erbe der Apartheid. Auch Kentridges Beschäftigung mit dem Kolonialismus europäischer Mächte in Afrika spielt in der Ausstellung eine wichtige Rolle, insbesondere in der Zeichnungsserie Colonial Landscapes, den Porter-Tapisserien oder der mechanischen Miniaturbühne Black Box/Chambre Noire.
William Kentridge konzipiert seit vielen Jahren eigene Stücke für das Musiktheater, die er zu multimedialen Werken weiterentwickelt, darunter To Cross One More Sea, eine Dreikanal-Filminstallation über die Flucht von Künstler:innen und Intellektuellen per Schiff vor dem Naziregime. Kentridge tritt auch selbst in seinen Filmen in Erscheinung. Die Filmserie Self-Portrait as a Coffee-Pot von 2024 gibt auf amüsante Weise tiefe Einblicke in sein Denken und in sein Studio als Ort kreativer künstlerischer Praxis.
Ausstellungsort
Malerei, Grafik und Skulptur des 19. und 20. Jahrhunderts. Antike Kunst des Mittelmeerraums.
Bis 15.3.2026, im Haus
Die Ausstellung macht Krull nicht nur als Fotografin, sondern auch als Chronistin des 20. Jahrhunderts in Bild und Wort erlebbar.
Stichwort
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Museum, Essen
Weltweit einzigartige Sammlung von kultischen Zeugnissen der Vodun-Religion.
Synagoge, Essen