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Würfeln, Ziehen Raten

Spiele und ihre Geschichte

Stadtmuseum Hornmoldhaus
22.9.2013-16.3.2014

Hauptstraße 57
74321 Bietigheim-Bissingen

Tel. 07142-74-352
stadtmuseum@bietigheim-bissingen.de

stadtmuseum.bietigheim-bissingen.de

Di-Mi, Fr 14-18 Uhr
Do 14-20 Uhr
Sa-So+Ft 11-18 Uhr

Bild 1, Würfeln, Ziehen Raten, Bietigheim-Bissingen
Das Horn­mold­haus ver­wan­delt sich in eine Spiel­stätte: prä­sen­tiert wird die Ge­schich­te der Karten-, Brett- und Lege­spiele. Doch bleibt die Sonder­aus­stellung nicht bei der Dar­stel­lung und Be­schrei­bung ein­zel­ner Spiele und ihrer Ge­schichte stehen.
„Der Mensch ist nur da Mensch, wo er spielt.” Friedrich Schiller

Das Hornmoldhaus verwandelt sich in eine Spielstätte: präsentiert wird die Geschichte der Karten-, Brett- und Legespiele. Nachdem in den vergangenen Jahren viele verschiedene Kinder- und Gesellschaftsspiele in die Sammlung des Stadtmuseums Hornmoldhaus aufgenommen wurden, werden diese meist als Schenkungen übernommene Objekte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Exponate aus den Beständen anderer Museen, aus Archiven namhafter Spielehersteller und aus Privatbesitz runden die Präsentation ab.

Neben Spieleklassikern wie Schach, Dame und Domino sind auch solche Spiele zu sehen, deren Regeln heute kaum mehr geläufig sind: „Glocke und Hammer“ sei hier als Beispiel genannt. Doch bleibt die Sonderausstellung nicht bei der Darstellung und Beschreibung einzelner Spiele und ihrer Geschichte stehen, sie setzt sich vielmehr auch mit der Geschichte der Gesellschaftsspiele und der Wertschätzung des Spiels im Laufe der Vergangenheit auseinander.

Die Wurzeln einiger Spiele, man denke nur an das Mühlespiel, lassen sich bis weit in die Antike zurückverfolgen – ein Hinweis dafür, dass Menschen schon immer gerne spielten. Doch nicht selten wurde Spielen als nutzlose Zeitverschwendung angesehen und daher mit staatlichen oder kirchlichen Sanktionen belegt. Auch ließen Notzeiten, Wirtschaftskrisen oder gar Kriege wenig Raum für das entspannte und zweckfreie Spiel.

So verwundert es nicht, dass sich zu Beginn der Fünfziger Jahre ein regelrechtes „Spielewunder“ beobachten ließ, wie es Erwin Glonegger eindrucksvoll nachzeichnet: mit dem wirtschaftlichen Aufschwung des Wiederaufbaus besannen sich Menschen auf die entspannende und befreiende Wirkung des gemeinsamen Spiels.

Selbst bekennende „Spiel-Verweigerer“ verwenden nicht selten in der Kommunikation Begriffe und Redewendungen aus der Welt der Spiele: sie freuen sich über einen „gelungenen Schachzug“, beschreiben einen Erfolg mit einem „gemachten Stich“ und haben gerne einen „ Trumpf in der Hinterhand. “

In der musealen Präsentation wird vor allem die Bedeutung der Spiele als Kulturgut betont. Gerade Abbildungen z.B. auf Kartenspielen, öffnen Fenster in die Epochen ihrer Herstellung und lassen so Geschichte auf ansprechende Art und Weise lebendig werden.
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