Ausstellung 21.07.22 bis 26.07.23

Germanisches Nationalmuseum

Wundertier Nashorn

Graphik aus drei Jahrhunderten

Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: Die Studioausstellung zeigt rund 40 druckgrafische Blätter aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist der berühmte Holzschnitt von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1515. Bis 26.7.23

Exotischer Dickhäuter, natürlicher Feind des Elefanten, begehrtes Jagdopfer: das Rhinozeros faszinierte Europäer über Jahrhunderte. Die Studioausstellung zeigt rund 40 druckgrafische Blätter aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, ergänzt um illustrierte Bücher und Medaillen dieser Zeit.

Ausgangspunkt ist der berühmte Holzschnitt von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1515. Damals hatte kaum jemand in Europa je ein Nashorn zu Gesicht bekommen. Auch Dürer kannte ein Rhinoceros unicornis nur aus der Beschreibung aus zweiter Hand. Trotzdem schuf er mit seinem Holzschnitt das über 200 Jahre gültige, nahezu ausschließliche Vorbild für Darstellungen des exotischen Tiers.

Das Rhinocerus ist wohl die populärste Druckgraphik Dürers und hat Europas Vorstellung vom Aussehen eines Nashorns entscheidend geprägt. Die Studioausstellung widmet sich auch der Bildgeschichte der nachfolgenden Artgenossen.

Rund 40 ausgewählte druckgraphische Blätter des 16. bis 18. Jahrhunderts veranschaulichen eindrucksvoll den Wandel von der imaginierten, allein durch Beschreibungen bekannten Kreatur zum realistisch dargestellten Tier, das Künstler mit eigenen Augen gesehen hatten.

Germanisches Nationalmuseum ist bei:
POI
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1051269 © Webmuseen