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22.3.2026
Hermione von Preuschen, Mors Imperator zu „Zum 150. Geburtstag eine Majestätsbeleidigung”,
Hermione von Preuschen, Mors Imperator (Detail), 1887, Privatbesitz, © Alte Nationalgalerie, Mika Wißkirchen

Exponat

Zum 150. Geburtstag eine Majestätsbeleidigung

Hermione von Preuschen und der „Mors Imperator”

Skandal!, Bis 15.11.2026
Alte Nationalgalerie, Berlin

Am 22. März 1876 wurde das Gebäude der Berliner Nationalgalerie auf der Museumsinsel feierlich von Kaiser Wilhelm I. eröffnet. Aus diesem Anlass feiert die Alte Nationalgalerie am Sonntag, den 22. März 2026, ab 11 Uhr den 150. Geburtstag des Gebäudes mit einem vielfältigen und bunten Programm, in dessen Verlauf unter anderem die Kabinettausstellung „Skandal! Hermione von Preuschen und der Mors Imperator” eröffnet wird. Die Präsentation nimmt ein spektakuläres Gemälde in den Fokus, das schon den Kunstbetrieb im jungen Kaiserreich in Atem hielt.

Kaiser Wilhelm I. war zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits 90 Jahre alt und sollte im Folgejahr sterben. Obwohl der Kaiser mitteilen ließ, er habe nichts gegen das Bild einzuwenden, wurde es von der Jury der Königlichen Akademie der Künste zurückgewiesen. Daraufhin stellte die Malerin Hermione von Preusschen (1854-1918) das monumentale Gemälde in eigener Regie in Berlin aus. Die Schau wurde ein enormer Publikumserfolg, das Gemälde galt lange Zeit als verschollen.

Angeboten werden im Laufe des Nachmittags auch zahlreiche – mit gültigem Eintrittsticket kostenfreie – Führungen: von Überraschungsführungen durch die Mitarbeiter zu ihren jeweiligen Lieblingsorten und -werken über Familien- und Architekturführungen bis hin zu solchen, die das Alte Museum und die Alte Nationalgalerie miteinander in Verbindung setzen. Zusätzlich bietet die Alte Nationalgalerie ein großes Angebot an unterschiedlichen Audiotouren in verschiedenen Sprachen für Kinder, Erwachsene – auch in Deutscher Gebärdensprache oder als Audiodeskription.

POI

Standort

Alte National­galerie

Eine der be­deu­tend­sten Mu­seums­archi­tek­turen des 19. Jahr­hun­derts: Er­schei­nungs­bild eines anti­ken Tem­pels, der auf einem hohen Sockel steht. Euro­päi­sche und deut­sche Ge­mäl­de und Skulp­turen des 19. Jahr­hun­derts, fran­zö­si­sche Im­pres­sio­ni­sten, Ro­man­tik.

Bis 15.11.2026, Berlin

Skandal!

Die Zurück­weisung ihres Gemäldes „Mors Impe­rator” durch die Berliner Akademie der Künste machte Hermione von Preuschen schlag­artig bekannt.

Ab 22.5.2026, Berlin

Cassirer

Die Alte National­galerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer einen der wich­tig­sten Kunst­händler seiner Zeit.

Museum, Berlin

Neues Museum

Einer der be­deu­tend­sten Museums­bauten des 19. Jahr­hunderts, Haupt­werk des Archi­tekten Friedrich August Stüler, errichtet zwischen 1843 und 1855 und nach Kriegs­zer­störung 70 Jahre lang ge­schlossen. Räumlich und inhaltlich aufeinander bezogene Exponate aus drei Sammlungen.

Museum, Berlin

Pergamon­museum

Dreiflügelanlage, errichtet 1910 bis 1930 von Ludwig Hoffmann nach Entwürfen von Alfred Messel. Pergamonaltar, Markttor von Milet, Ischtar-Tor und und Mschatta-Fassade.

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Rainer Göttlinger
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