Ausstellung 10.02. bis 31.12.22

Burgmuseum Grünwald

500 Jahre Grünwalder Konferenz

München, Burgmuseum Grünwald: Die Konferenz, einberufen von den beiden Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X., hatte weitreichende Folgen für Bayerns zukünftige Religionspolitik bis in die Gegenwart. Bis 31.12.22

Die Konferenz, einberufen von den beiden Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X., hatte weitreichende Folgen für Bayerns zukünftige Religionspolitik bis in die Gegenwart. Konkret ging es um die Abwehr lutherischen Reformbestrebens und das Festhalten am „wahren Glauben“. Bayern wurde in der Folge somit zum Schauplatz der Gegenreformation und neben Spanien und Österreich zum Zentrum der katholischen Welt. In der Ausstellung im Burginnenhof und auf dem Kirchenvorplatz informieren lebensgroße Figuren, die Protagonisten der Konferenz, den Besucher über das geschichtsträchtige Ereignis. Eine Vortragsreihe der Gemeinde Grünwald ergänzt das Programm. Eintritt frei.

Nachdem Martin Luther im Januar 1521 im Zuge seiner Reformationspläne von Papst Leo X. als Häretiker verbannt worden war, kam es auch im Pest umtobten Bayern zu konfessionellen Unruhen. Aus Sorge um die Einheit der Kirche luden die beiden regierenden Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. um den 10. Februar 1522 zu einem Treffen auf Burg Grünwald, das als „Grünwalder Konferenz” in die Geschichte einging und die Weichen für die weitere Religionspolitik Bayerns stellte.

Gefordert wurde im ersten bayerischen Religionsmandat ein Festhalten am „wahren Glauben” und die Abwehr lutherischer Einflüsse. In der Folge wurde Bayern zum ersten Schauplatz der Gegenreformation und neben Spanien und Österreich zum Zentrum der katholischen Welt.

Die federführenden Köpfe des kirchenpolitischen Programmes waren Hofrat Leonhard von Eck, der Berater Herzog Wilhelms, sowie Doktor Johannes Eck, Theologieprofessor an der Universität Ingolstadt und erbitterter Gegner Luthers.

In der Ausstellung im Innenhof der Burg Grünwald und auf dem benachbarten Kirchenvorplatz erwachen sie und die restlichen Protagonisten der Konferenz gleichsam zum Leben: zehn lebensgroße Figuren „erklären” den Besuchern das historische Ereignis und dessen weitreichenden Folgen für ganz Bayern.

Warum ausgerechnet die Burg Grünwald als Schauplatz fungierte, und wie der Ort zur damaligen Zeit aussah, wird auf den Tafeln ebenfalls deutlich. In einer kurzen Filmsequenz stellen Schüler des Grünwald Gymnasiums darüber hinaus den möglichen Ablauf der Konferenz nach, über die nur wenig überliefert ist. Neben der eigentlichen Konferenz werden auch die Folgen für die religiöse Entwicklung in Bayern bis zur Gegenwart beleuchtet.

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