Ausstellung 17.05.25 bis 12.04.26
Im Zentrum der Ausstellung zum 800-jährigen Jubliäum der Stadt Kamenz steht der Aberglaube bzw. Volksglaube Mitteldeutschlands in einer durch Pestepidemien, politische Instabilität, langjährigen Kriegen und religiösen Auseinandersetzungen geprägten Epoche.
Zur Lösung alltäglicher Probleme und zur Erklärung der Ursache-Wirkungs-Beziehung in einer komplexen Welt versuchten die Menschen über Beschwörungen, Riten, Symbole und magische Objekte Macht über Natur und Menschen auszuüben, auch wenn dies im Widerspruch zum anerkannten religiösen Weltbild oder den Gesetzen der jeweiligen Zeit stand. Gegen die alltägliche Angst durch übernatürliche Kräfte oder magischen Handelns anderer Schaden zu nehmen, waren vielfältige Abwehrmethoden im Umlauf.
Gleichzeitig entwickelten sich im Umfeld von Alchemie und Medizin erste Grundzüge der Naturwissenschaft, deren Gesetze den Menschen noch fremd waren und die teils zwanglos mit den religösen Anschauungen vermischt wurden. Heute mögen uns viele der damaligen Vorstellungen überholt scheinen, damals jedoch waren sie Teil eines instensiven gesellschaftlichen Diskurses.
Ausstellungsort
Geologie, Zoologie, Botanik, Landschaftskunde, regionale Ökosystemforschung.
Im gleichen Haus
Kamenz
Umfangreicher Bibliotheksbestand.
Museum, Kamenz
Museum, Kamenz
Das Haus auf dem Anger 2 befindet sich unmittelbar hinter der Stelle, wo bis 1842 Lessings Geburtshaus stand.
Sakralbau, Kamenz
Sakralmuseum und geweihte Kirche in einem. Sakrale Kunstschätze von europäischem Rang. Beeindruckender Kirchenraum.