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25.10.2023
Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Die Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke in Amberg, Eichen-, Fichten- und Kiefernholz, im Zustand um 1875-85
Offizin zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Offizin
Verkaufsraum zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Barockapotheke „Zum weißen Einhorn“ Klattau: Verkaufsraum
 zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Offizin zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Offizin im Apothekenmuseum Dortmund
Offizin zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
 zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Inneneinrichtung aus dem Jahr 1858, Foto: Adolf Suchy, Stadtapotheke
Offizin aus Schwarzach zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Offizin aus Schwarzach, © Dt. Apotheken Museum-Stiftung
Wessobrunn, Apotheke zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Offizin zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,
Apothekenmuseum zu „Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke”,

Exponat

Ladeneinrichtung der Adler-Apotheke

Die Offizin aus der Amberger Georgenstraße befindet sich noch im originalen Zustand von 1875-85.

Stadtmuseum Amberg
DE-92224 Amberg

Die Ladeneinrichtung der Amberger Adler-Apotheke war bis zur Schließung am 25.12.2007 in Gebrauch und befindet sich noch im originalen Zustand von 1875-85.

Im Januar 2008 wurde die Apotheke in das Museum transferiert. Sie ist ein Geschenk des letzten Besitzers, Herrn Dr. Karl Luschmann, auf Vermittlung von Frau Lisa Biehler. Die Apotheke befand sich in dem 1538 erbauten Haus in der Georgenstraße. Bereits 1814 ist hier eine Apothekengerechtigkeit quellenmäßig gesichert. Seit dem Ende des 19. Jhs. gab es einige wechselnde Besitzer.

Die gesamte Einrichtung ist maßgetreu so aufgestellt, wie sie den Kunden in Amberg vertraut war. Die Standgefäße aus Glas und Porzellan stammen z.T. aus der Adler-Apotheke, z.T. aus der Engel-Apotheke bzw. Sonnenapotheke in Regensburg. Die Einrichtung entspricht den Erfordernissen der Zeit um 1875-1900.

Verkaufsraum

Offizin (lat. officina = Werkstatt) nennt man den Verkaufsraum der Apotheke. Seit dem 19. Jh. werden hier die ärztlichen Verordnungen (Rezepte) entgegengenommen und die Arzneien bereitet. Mittelpunkt der Offizin ist der Handverkaufstisch, dahinter steht der Rezepturtisch. Eingefasst ist der Raum von eingebauten Repositorien. Ihr unterer Teil enthält Schubläden für getrocknete Arzneimittel. In den Regalen darüber befinden sich Standgefäße aus Glas und Porzellan, getrennt nach Flüssigkeiten (enghalsig) und trockenen Stoffen (weithalsig). Alle Gefäße sind beschriftet. Die Ordnung erfolgt innerhalb jeder Flaschengröße nach dem ABC.

Bis um 1900 wurden noch eine große Anzahl der Arzneien vom Apotheker selbst nach Rezept gemischt. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts bezog man immer mehr industriell gefertigte Medikamente von pharmazeutischen Fabriken. Die Fertigprodukte verdrängten die alten Glas- und Porzellanstandgefäße aus den Regalen.

Trocken zu lagernde Vorräte waren in der Materialkammer untergebracht. Sie konnte sich auch im Dachboden befinden. Hier wurden Drogen, Pulver, Tees, Salze usw. in sog. Drogentonnen aus Holz und Pappe aufbewahrt.

Es gehörte zu den Pflichten des Apothekers, die eingegangenen Drogen zu identifizieren sowie sich ihrer Güte und Reinheit zu versichern. Auch die erste Aufbereitung wurde früher in der Materialkammer vorgenommen: das Zerkleinern der Pflanzenteile mit Wiegemesser, Handmühlen und Reiben. Danach wurden die Drogen abgewogen und abgefüllt.

Labor

Das Labor (laborare = arbeiten) war lange Zeit der wichtigste Arbeitsbereich des Apothekers. Hier gab es eine Feuerstelle bzw. einen Ofen, denn zu vielen Herstellungsprozessen wird Wärme benötigt.

Im Labor stellte man Salben, Zäpfchen und Pillen her, es wurden Mörser und Pillenmaschinen benützt. Davon bekam der Apotheker seinen Spitznamen „Pillendreher“.

POI

Standort

Stadt­museum Amberg

Aspekte der Stadt­ge­schichte, Kleidung gestern und heute, Hand­werk, Indu­strie, einzig­artige Samm­lung Am­berger Fayen­cen und Stein­gut, Am­berger Email­geschirr mit der Löwen­marke. Aus­stel­lung „A Tribute to Michael Mat­hias Prechtl”.

Museum, Basel

Pharmazie­museum Uni­versität Basel

Außer­euro­päi­sche und euro­päi­sche Medi­ka­mente, Heil­amu­lette. Große gra­phi­sche Samm­lung. Re­kon­struk­tionen von pharma­zeu­tischen Labo­ra­to­rien des 16. und 18. Jh. Apo­theken aus dem 18. und frühen 19. Jh., u.a. Hof­apo­theke aus Inns­bruck.

Museum, Rothenburg o.d.T.

Rothen­burg­Museum

Domi­ni­kane­rinnen­kloster, Kunst und Kultur der freien Reichs­stadt und ihrer Um­ge­bung. Waffen­samm­lung, Meister­trunk, Gold­münz­fund, Kauf­laden, Apo­theke und Kloster­küche.

Museum, Schiltach

Apo­theken-Museum

Ehe­ma­lige, 1837 ge­grün­dete Rats-Apo­theke. Ver­kaufs­raum ("Offizin") aus der Bieder­meier­zeit mit Mör­sern, Waagen und Stand­ge­fäßen für Arz­nei­stoffe. Alte Apo­theker­geräte wie Pillen­maschi­nen, Gieß­formen für Zäpf­chen, Hand­pressen zur Tablet­ten­her­stellung u.v.m.

Museum, Heidelberg

Deut­sches Apo­theken-Museum

Geschichte der Heilkunde, die Apotheke als Arbeitsplatz.

Museum, Amberg

Stadtgalerie Alte Feuerwache

Jährlich etwa acht Wehselausstellungen Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst aus Ostbayern. Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Fotografie, Neue Medien und Installation.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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