Version
17.5.2026
Aki Inomata, shelter to hermit crabs zu „Aki Inomata. Mit-Werden”, DE-53113 Bonn
Aki Inomata, Why not hand over a shelter to hermit crabs, 2014-15, Whitchapel
© AKI INOMATA courtesy of Maho Kubota Gallery

Ausstellung 30.04. bis 01.11.26

Aki Inomata. Mit-Werden

Kunstmuseum Bonn

Helmut-Kohl-Allee 2
DE-53113 Bonn
Ganzjährig:
Di, Do-So 11-18 Uhr
Mi 11-19 Uhr

Aki Inomata versteht ihre Werke als Brücke des Mit-Werdens zwischen Menschen und anderen Lebewesen. Dazu kooperiert sie mit verschiedenen nicht-menschlichen Organismen. Ihre Arbeiten werden erstmals in einem Museum in Deutschland präsentiert.

In ihrer 2009 begonnenen Serie „Why Not Hand Over a Shelter to Hermit Crabs?” bietet die Künstlerin Einsiedlerkrebsen 3D-gedruckte Schneckenhäuser an, auf deren Oberseite sie Gebäude verschiedenster Städte ergänzt. Sie erinnert uns mit dieser Serie nicht nur an die Verbindung und das Mit-Werden von Mensch, Tier und Technologie, sondern stellt auch Fragen nach Umweltveränderungen, der Bedeutung von Heimat und Nationalität sowie den Folgen von Vertreibung und Flucht.

Für die Videoarbeit „Think Evolution #1: Kiku-ishi (Ammonite)” (2016-2017) rekonstruierte Inomata, basierend auf Fossilien, die Schale eines Ammoniten. Diese Tiere starben etwa zeitgleich mit den Dinosauriern aus und sind eng mit heutigen Tintenfischen verwandt. Durch die filmisch festgehaltene Begegnung eines Kraken mit der 3D-gedruckten Nachbildung der Ammonitenschale initiiert Inomata einen Dialog, der Millionen Jahre evolutionärer Entwicklung überspannt und gleichzeitig hochaktuelle technologische Verfahren einbezieht.

Für „Memory of Currency” (2021–2025) macht sich die Künstlerin die Schutzreaktion von Perlaustern zunutze. Fremdkörper in ihrem Inneren umschließen diese mit Perlmutt, wodurch Perlen entstehen. Muscheln und Perlen wurden an vielen Orten der Welt als frühe Währungsform genutzt. Inomata setzt in die Muscheln Konterfeis von Personen ein, die auf Geldscheinen weltweit abgebildet sind oder waren. Die Muschel umschließt diese und erinnert so an die paradoxe Verbindung von Warenaustausch, Geld und Natur.

POI

Ausstellungsort

Kunst­museum Bonn

Rhei­ni­scher Ex­pres­sio­nis­mus mit Haupt­wer­ken August Mackes, west­deut­sche Kunst der 1950er bis 1990er Jahre. Werk­grup­pen ein­zel­ner Künst­ler wie z. B. Georg Base­litz, Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Sigmar Polke und Re­becca Horn.

Bis 9.8.2026, Bonn

Amazônia. Indigene Welten

Bis 23.8.2026, Bonn

Peter Hujar. Eyes Open In The Dark

Museum, Bonn

Kunst- und Aus­stellungs­halle

Kunst- und kultur­ge­schichliche, natur­wissen­schaft­liche sowie archäologische Aus­stel­lungen.

Museum, Bonn

Haus der Geschichte

Um­fang­reiche Dauer­aus­stel­lung und Wech­sel­aus­stel­lun­gen zur neue­ren deut­schen Ge­schichte: infor­mativ und unter­hal­tend, erlebnis­orien­tiert und be­sucher­freund­lich, inter­aktiv und multi­medial.

Verantwortlich für den Inhalt nach §18 Abs. 2 MStV:
Rainer Göttlinger • Felsenstr. 19 • 90449 Nürnberg
Pressemitteilungen willkommen
#3103792 © Webmuseen Verlag