Ausstellung 20.10.22 bis 08.01.23

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Amsterdam, Zufluchtsort

Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda, ihr Leben im Exil 1938-1950

Osnabrück, Erich Maria Remarque-Friedenszentrum: Ilse Leda sah sich als Jüdin mit der rassistischen Gesetzgebung im Dritten Reich konfrontiert. Ihr Mann wurde von der nationalsozialistischen Kulturpolitik als „entarteter” Künstler diffamiert. Bis 8.1.23

Der in Osnabrück geborene Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899-1962) und seine Ehefrau Ilse Leda (1906-1981) lebten seit 1938 im Exil in Amsterdam und erhielten 1950 die niederländische Staatsbürgerschaft. Seit 1954 lehrte er an der Hochschule für Gestaltung in Ulm, wo beide bis zu seinem Tod lebten.

Als Hitler und die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernahmen, war das Ehepaar von dieser Entwicklung direkt betroffen. Ilse Leda sah sich als Jüdin mit der rassistischen Gesetzgebung im Dritten Reich konfrontiert. Ihr Mann wurde von der nationalsozialistischen Kulturpolitik als „entarteter” Künstler diffamiert und einige seiner Bilder 1938 in der Berliner Ausstellung „Entartete Kunst” gezeigt. Das Ehepaar emigrierte in die Niederlande und ließ sich in Amsterdam nieder.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, wie Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda in Amsterdam unter der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen 1940 und 1945 gelebt haben. Wie haben sie ihren Lebensunterhalt verdient? Wie konnte Ilse Leda als Jüdin überleben? In diesem Zusammenhang richtet sich der Blick auch auf Freunde und Weggefährten wie Max Beckmann (1884-1950), Willem Sandberg (1897-1984) und Frans Duwaer (1911-1944).

In einem breiteren Kontext widmet sich die Ausstellung auch Themen wie „Entartete Kunst”, Amsterdam im Zweiten Weltkrieg, Judenverfolgung und Widerstand.

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