Ausstellung 10.05. bis 31.07.22

Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt

Antike in Bayern

Eichstätt, Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt: Das Museumsnetzwerk „Antike in Bayern” präsentiert in Kooperation mit den Fächern Klassische Archäologie und Alte Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt eine Ausstellung, die über die Sammlungsschwerpunkte und Angebote der sieben beteiligten Museen informiert. Bis 31.7.22

Die Antike hat zahlreiche Spuren in Bayern hinterlassen. Schon im 1. Jahrtausend v. Chr. siedelten hier keltische Stämme, etwa in der bedeutenden Keltenstadt von Manching. Um die Zeitwende eroberten die Römer die Alpen und ihr nördliches Vorland. Militärlager etwa in Oberstimm und Weißenburg sicherten die Provinz Rätien. Neue Städte wie Augusta Vindelicum (Augsburg) und Cambodunum (Kempten) entwickelten sich zu wichtigen Verwaltungs- und Handels­zentren.

Vom 19. Jahrhundert an besann man sich im Königreich Bayern wieder verstärkt auf das antike Erbe. Unter der Ägide von Ludwig I. entstanden klassizistische Bauten, darunter das Pompejanum in Aschaffenburg oder die Propyläen und Museen am Münchner Königsplatz. Heute wartet Bayern mit einer großen Dichte an Museen auf, die herausragende Altertümer der Kelten, Römer, Griechen und Etrusker präsen­tieren.

Sieben dieser Museen haben sich 2019 zum Netzwerk „Antike in Bayern” zusammengeschlossen. Mit der gleichnamigen Wanderausstellung stellt sich das Museumsnetzwerk auch in mehreren Partnerinstitutionen der Öffent­lichkeit vor.

Präsentiert werden Repliken von beeindruckenden Objekten aus den sieben beteiligten Museen. Hierzu gehören unter anderem aus keltischer Zeit eine Stierskulptur aus Weltenburg und Schmuckstücke aus Manching, aus römischer Zeit ein lebensgroßer Pferdekopf aus Augsburg, ein Herkules aus dem Schatzfund von Weißenburg sowie Öllampen und ein Merkurgewicht aus Kempten und schließlich aus dem antiken Griechenland und Etrurien mehrere Porträts und Statuetten.

Am Standort Eichstätt wurden mit der Klassischen Archäologie und der Alten Geschichte zwei altertums­wissen­schaft­liche Fächer der Katholischen Universität mit ins Boot geholt. Sie beteiligen sich mit Abgüssen antiker Bildwerke, Grabungswerkzeugen und originalen Münzen aus ihren Beständen und bieten die Möglichkeit, die materielle und schriftliche Überlieferung der griechischen und römischen Kultur in Kombination mit anderen historischen, philologischen und kunstwissenschaftlichen Fächern in Eichstätt zu studieren.

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1051451 © Webmuseen