Exponat
Wien steht 2026 ganz im Zeichen der Kulinarik: „Vienna Bites”, das Jahresthema des WienTourismus, bildet den Rahmen für eine „genussvolle” Kooperation zwischen dem Kunsthistorischen Museum und seinem kulinarischen Partner im Café Restaurant in der Kuppelhalle.
Ab Ostern führt ein neuer Themenpfad „A Bite of Art” die Besucher der Gemäldegalerie zu Meisterwerken, in denen sich alles um die lange Tradition der Darstellung von Essen und Trinken in der Kunst dreht. Bruegels Bauernhochzeit und Jordaens’ Fest des Bohnenkönigs sind nur einige der „appetitanregenden” Werke, die von Festtafeln, Marktszenen, religiösen Traditionen und der Symbolik der Vergänglichkeit erzählen.
Eine markante Station des kulinarischen Rundgangs ist auch das zwischen 1660 und 1669 entstandene „Frühstücksstillleben” von ▸Cornelis de Heem: auf kleinem Format wird hier sinnenfroh eine Fülle von Früchten, Formen und Farben dargeboten, die durch Austern, Brot und eine Silberdose bereichert wird. Die Taschenuhr links vorne setzt einen wohl allegorisch zu deutenden Akzent: sie kann als Hinweis auf Vergänglichkeit gedeutet werden, in Verbindung mit Essensdarstellungen aber auch eine Anspielung auf „das rechte Maß halten”.
Das Werk von Cornelis de Heem (1631-1695) umfasst hauptsächlich kleinere Mahlzeiten-Stillleben, häufig mit Weinglas, sowie Früchte- und Blumenmotive, meist in Form von Festons oder Girlanden. Blumenvasen malte er eher selten.
▸Pieter Bruegels d.Ä. scheinbare "Momentaufnahme" einer Bauernhochzeit, entstanden um 1567, ist sorgfältig komponiert. Ohne allegorische Bedeutung schildert das Bild realitätsgetreu eine flämische Bauernhochzeit. Vor dem grünen Behang sitzt die Braut, über ihr hängt eine Papierkrone. Der Bräutigam war nach flämischer Sitte bei der Hochzeitstafel nicht anwesend.
Das Gemälde „Fest des Bohnenkönigs” schildert den flämischen Volksbrauch am Dreikönigstag: der Finder der in einem Kuchen eingebackenen Bohne wird zum König des Festes, er wählt die schönste Frau zur Königin. Die übrigen Anwesenden übernehmen „Hofämter”. Die lateinische Inschrift („Keiner ist dem Narren ähnlich als der Betrunkene”) verleiht dem überbordenden Treiben einen moralisierenden Unterton.
▸Jacob Jordaens (1593-1678) setzte sich künstlerisch mit Rubens, Caravaggio und der holländischen Malerei auseinander, entwickelte daraus jedoch einen charakteristischen eigenen Stil.
Standort
Gemäldegalerie, Ägyptisch-Orientalische Slg., Antikensammlung, Kunstkammer, Münzkabinett. Eines der größten und bedeutendsten Museen der Welt. Objekte aus dem alten Ägypten, der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit bis etwa 1800.
Museum, Wien
Kunst von der Renaissance bis in die Gegenwart in einem der schönsten klassizistischen Palais Europas. Sammlung Batliner, ergänzt durch außergewöhnliche Werke von Paul Klee der Sammlung Carl Djerassi und Hauptwerke der Sammlung Eva und Mathias Forberg.
Bis 22.3.2026, Heidelberg
Durch eine Rettungsaktion konnten die bedeutendsten Gemälde aus dem Odesa Museum für Westliche und Östliche Kunst in Sicherheit gebracht werden.
Bis 6.4.2026, Wien
Die Ausstellung zeigt Parallelen und Unterschiede zwischen Ost und West in vergleichbaren historischen Perioden auf.
Ab 24.3.2026, Wien
Beide Künstler malten zunächst spektakuläre Ansichten ihrer Heimatstadt Venedig, verließen die Lagunenstadt aber, um ihre Karriere im Ausland fortzusetzen.
Bis 19.7.2026, Wien
In seinen Bildwelten zeigt Fotokünstler Gregor Sailer, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte.