Version
30.1.2026
Frühstücksstillleben zu „Appetit auf große Kunst”,
Cornelis de Heem, Frühstücksstillleben, 1660/69, © KHM-Museumsverband
Bruegel, Bauernhochzeit zu „Appetit auf große Kunst”,
Pieter Bruegel d.Ä., Bauernhochzeit, um 1567, Kunsthistorisches Museum, Wien
Jordaens, Fest des Bohnenkönigs zu „Appetit auf große Kunst”,
Jacob Jordaens, Fest des Bohnenkönigs, um 1640/1645, Kunsthistorisches Museum, Wien

Exponat

Appetit auf große Kunst

Themenpfad zu Meisterwerken der Gemäldegalerie

Kunsthistorisches Museum
AT-1010 Wien

Wien steht 2026 ganz im Zeichen der Kulinarik: „Vienna Bites”, das Jahresthema des WienTourismus, bildet den Rahmen für eine „genussvolle” Kooperation zwischen dem Kunsthistorischen Museum und seinem kulinarischen Partner im Café Restaurant in der Kuppelhalle.

Ab Ostern führt ein neuer Themenpfad „A Bite of Art” die Besucher der Gemäldegalerie zu Meisterwerken, in denen sich alles um die lange Tradition der Darstellung von Essen und Trinken in der Kunst dreht. Bruegels Bauernhochzeit und Jordaens’ Fest des Bohnenkönigs sind nur einige der „appetitanregenden” Werke, die von Festtafeln, Marktszenen, religiösen Traditionen und der Symbolik der Vergänglichkeit erzählen.

Eine markante Station des kulinarischen Rundgangs ist auch das zwischen 1660 und 1669 entstandene „Frühstücksstillleben” von ▸Cornelis de Heem: auf kleinem Format wird hier sinnenfroh eine Fülle von Früchten, Formen und Farben dargeboten, die durch Austern, Brot und eine Silberdose bereichert wird. Die Taschenuhr links vorne setzt einen wohl allegorisch zu deutenden Akzent: sie kann als Hinweis auf Vergänglichkeit gedeutet werden, in Verbindung mit Essensdarstellungen aber auch eine Anspielung auf „das rechte Maß halten”.

Das Werk von Cornelis de Heem (1631-1695) umfasst hauptsächlich kleinere Mahlzeiten-Stillleben, häufig mit Weinglas, sowie Früchte- und Blumenmotive, meist in Form von Festons oder Girlanden. Blumenvasen malte er eher selten.

Pieter Bruegels d.Ä. scheinbare "Momentaufnahme" einer Bauernhochzeit, entstanden um 1567, ist sorgfältig komponiert. Ohne allegorische Bedeutung schildert das Bild realitätsgetreu eine flämische Bauernhochzeit. Vor dem grünen Behang sitzt die Braut, über ihr hängt eine Papierkrone. Der Bräutigam war nach flämischer Sitte bei der Hochzeitstafel nicht anwesend.

Das Gemälde „Fest des Bohnenkönigs” schildert den flämischen Volksbrauch am Dreikönigstag: der Finder der in einem Kuchen eingebackenen Bohne wird zum König des Festes, er wählt die schönste Frau zur Königin. Die übrigen Anwesenden übernehmen „Hofämter”. Die lateinische Inschrift („Keiner ist dem Narren ähnlich als der Betrunkene”) verleiht dem überbordenden Treiben einen moralisierenden Unterton.

Jacob Jordaens (1593-1678) setzte sich künstlerisch mit Rubens, Caravaggio und der holländischen Malerei auseinander, entwickelte daraus jedoch einen charakteristischen eigenen Stil.

POI

Museum, Wien

Kunst­histo­risches Museum

Ge­mälde­galerie, Ägyp­tisch-Orien­ta­li­sche Slg., Antiken­samm­lung, Kunst­kammer, Münz­kabi­nett. Eines der größten und be­deu­tend­sten Museen der Welt. Objekte aus dem alten Ägypten, der Antike, dem Mittel­alter und der Neu­zeit bis etwa 1800.

Museum, Salzburg

Resi­denz­galerie

Euro­päi­sche Male­rei des 16. bis 19. Jahr­hun­derts. Schwer­punkte: Nieder­ländi­sche Male­rei des 17. Jahr­hun­derts (Rem­brandt, Rubens, Brueghel), italie­nische, fran­zö­sische und öster­reichi­sche Malerei des 17. und 18. Jahr­hunderts, öster­reichi­sche Meister­werke.

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Rainer Göttlinger
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