Ausstellung 16.07.26 bis 03.01.27
Zur Begrüßung hatten erlauchte Gäste des Dresdner Hofes originelle silberne Trinkgefäße, so genannte „Willkomm”, zu leeren. Die meist skurrile Form solcher exklusiven Goldschmiedearbeiten der Renaissance und des Barock spielt auf den Ort an, wo sie verwendet wurden. So trank man etwa in dem kursächsischen Weingut Hoflößnitz aus Winzerfiguren, in Jagdschlössern wie Moritzburg aus trickreichen hirschförmigen Gefäßen. Ein spektakuläres Konvolut gehörte zu dem damals als Attraktion gefeierten Riesenfass auf dem Königstein und verwies auf die Wehrhaftigkeit der Festungsanlage und deren Sehenswürdigkeiten.
Weitere Willkommgefäße aus Glas, Porzellan und Stein führen die Vielfalt der Objektgattung vor Augen. Darüber hinaus beschäftigt sich die Ausstellung mit den Fragen, wann, wo und wie am sächsischen Hof gezecht wurde. Damit gewährt sie Einblicke in die ausschweifenden Trinksitten einer Zeit, in der „auf ex”-Trinken durchaus üblich war. In so genannten Einschreibebüchern konnten sich die illustren Gäste verewigen, nicht ohne zuweilen launige Trinksprüche zum Besten zu geben.
Zu den Exponaten des Grünen Gewölbes treten weitere Werke der SKD-Museen, Leihgaben der Stiftung Hoflößnitz in Radebeul und der Sächsischen Landesbibliothek sowie aus einer Privatsammlung.
Ausstellungsort
Prächtigstes Schatzkammermuseum Europas. Meisterwerke der Juwelierkunst vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Trinkgefäße, Prunkschalen, Juwelengarnituren, Elfenbeinfiguren und Steinschnitte sowie Kunstkammerstücke der Hofkünstler Augusts des Starken.
Im gleichen Haus
Im gleichen Haus
Alle Gattungen des künstlerischen Bilddrucks und der Zeichnung, von frühen Holzschnitten, Kupferstichen und Meisterzeichnungen über graphische Farbholzschnitte, illustrierte Bücher bis zu modernen Künstlerplakaten und Photographien.
Im gleichen Haus
Raumfolge des Paradeappartements: Ecktafelgemach, zwei Vorzimmer, Audienzgemach mit Thron und das Paradeschlafzimmer mit grandiosem Imperialbett. Vergoldete Augsburger Silbermöbel, Gemälde, Spiegelrahmen, außergewöhnlich kostbare Goldpilaster. Porzellankabinett.
Im gleichen Haus
Die Türckische Cammer zählt zu den ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei. Im Riesensaal rund 350 Objekte, darunter Turnier- und Prunkwaffen.
Ab 19.9.2026, Dresden