Ausstellung 29.07. bis 27.09.22

Focke-Museum, Bremer Landesmuseum

Augen auf!

Kolonialismus und seine Folgen in Bremen

Bremen, Focke-Museum, Bremer Landesmuseum: Das Focke-Museum richtete im vergangenen Jahr einen Kunstwettbewerb aus, der sich besonders an Bremer wandte, die sich selbst als BIPoC bezeichnen. Bis 27.9.22

Bremen ist als Handelsstadt seit Jahrhunderten mit dem Thema Kolonialismus verflochten. Welche Folgen hat dies bis heute? Das Focke-Museum richtete im vergangenen Jahr einen Kunstwettbewerb aus, der sich besonders an Bremer wandte, die sich selbst als BIPoC bezeichnen (BIPoC ist eine Selbstbezeichnung zur Selbstermächtigung und meint Menschen die Schwarz, Indigen, nichtweiß positioniert sind und die Erfahrung von Rassismus teilen). Sie waren aufgerufen, ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus künstlerisch auszudrücken.

In der Ausstellung ist nun eine Auswahl der Arbeiten zu sehen, die für den Wettbewerb eingereicht wurden.

Das Stadtlabor gibt den subjektiven, wütenden und anrührenden Werken Raum und lädt die Besucher und Besucherinnen ein, sich mit den Rassismuserfahrungen ihrer Mitmenschen auseinanderzusetzen. Die Werke setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch mit dem kolonialen Erbe Bremens auseinander, sprechen strukturellen Rassismus an oder haben eine stärkende Wirkung, in dem der öffentliche Raum als Ort des eigenen Handelns und Wirkens erobert wird.

Das Afrika Netzwerk Bremen ergänzt die Ausstellung mit einem mehrteiligen Kunstwerk und Audiostationen, an denen Interviews mit betroffenen Frauen zu hören sind. Gestaltet wurde die Sonderschau von einem Kollektiv junger Bremer und Bremerinnen mit und ohne Rassismuserfahrung, unterstützt vom Focke-Museum.

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