Museum

Augustiner Chorherrenstift St. Florian

St. Florian: Glasgemäldesammlung (42 spätgotische Objekte); Gemäldesammlung: Sebastiansaltar von A. Altdorfer, knapp 100 Tafelbilder des 15. und 16. Jh.s (L. Cranach, W. Huber), Barockgalerie (1751) u.a.

Entstanden aus einer Wallfahrtsstätte über dem Grab des Märtyrers Florian (†304), gilt das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian mit seinen imposanten Barockräumen, der Brucknerorgel und der Bibliothek als wichtiges kulturelles Zentrum der Region. Besondere Prunkstücke der Stiftsbasilika sind die reichgeschnitzten Chorstühle, die Kanzel aus schwarzem Lilienfelder Marmor sowe das Grab des österreichischen Komponisten Anton Bruckner (1824-1896) unter der Bruckner­orgel.

Bibliothek

Die Stiftsbibliothek St. Florian zählt zu den ältesten und eindrucksvollsten Klosterbibliotheken Österreichs. Der prächtige, spätbarocke Hauptsaal besticht durch die raumhohen, mächtigen Bücherregale, die gleichsam die Sphäre des Geistes von der Außenwelt abschirmen. Das leuchtkräftige Deckenfresko von Bartolomeo Altomonte und Antonio Tassi zeigt die Vermählung von Tugend und Wissenschaft unter der Schirmherrschaft der Religion.

Marmorsaal

Der Marmorsaalpavillon in der Mitte des Südflügels bildet mit seinem mächtigen Mansarddach und den reich geschmückten Fassaden nicht nur den architektonischen Höhepunkt des Prälatenhofes, sondern auch das weit in die Landschaft wirkende Haupt der Klosteranlage. Der Saal hat seinen Namen von dem braunroten und weißlich grauen Marmor bzw. Stuckmarmor des Fußbodens und der Wände. Das monumentale Deckenfresko von Bartolomeo und Martino Altomonte verherrlicht Kaiser Karl VI., der in der Gestalt Jupiters seinen Fuß auf einen besiegten Osmanen setzt.

Kaiserzimmer

Insgesamt 14 Zimmer, die der Unterbringungen hoher Gäste dienten, sind mit kostbarem Stuck, Decken- und Wandmalereien, Holzfußböden, Wandvertäfelungen und Wandbespannungen sowie mit Kachelöfen und Kaminen ausgestattet. Daneben verfügt jedes Zimmer über prunkvolle Möbel, Gemälde und Skulp­turen.

Kunstsammlung

In der Skulpturensammlung gehören zwei überlebensgroße Holzskulpturen des hl. Florian aus dem frühen 14. Jahrhundert zu den Meisterwerken ihrer Zeit.

Die bemerkenswerte Glasgemäldesammlung umfasst 42 spätgotische Beispiele, die Rundscheibe „Maria mit dem Kind” (um 1290) ist wahrscheinlich das einzige erhaltene Kunstwerk aus der gotischen Stifts­kirche.

Einen Sammlungsschwerpunkt bilden die knapp 100 Tafelbilder des 15. und 16. Jahrhunderts. Der große spätgotische Flügelaltar, das Prunkstück der Stiftsgalerie, ist ein Werk des Regensburger Malers Albrecht Altdorfer und zählt zu den kostbarsten Kunstschätzen des Spätmittelalters. Werke weiterer Meister der so genannten „Donauschule” (Lukas Cranach, Wolf Huber) ergänzen die Samm­lung.

Aus den folgenden Jahrhunderten gibt es viele große und kleine Landschaften, Blumenstilleben, Tiermalereien und nicht zuletzt geistliche Bilder und Porträts. Zwar dominieren Werke österreichischer Barockkünstler, es finden sich aber auch viele Werke holländischer, flämischer (Pieter Brueghel d.J.) und italienischer (Canaletto) Meister.

Die Sammlung Wiener Spielkarten aus der zweiten Hälfte des 16. Jh.s aus der Werkstatt Hans Forsters stellt mit 429 Spielkarten auf 16 Bögen den zweitgrößten Bestand welt­weit dar.

Aus neuerer Zeit ragt die umfangreiche Sammlung von Ölgemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken des österreichischen Künstlers Hans Fronius (1903-1988) hervor.

Gärten

Noch heute können auf der Fläche des Prälatengartens die Reste der alten landschaftlich gestalteten Anlage entdeckt werden. Wo früher allerlei Lebensmittel für die Versorgung der Bewohner des Hauses angebaut wurden, prägen im Literaturgarten heute wunderschön gepflegte Blumen und Sträucher das Bild. Der Novizengarten schließlich ist Teil der Klausur, also des „geschlossenen” privaten Bereiches des Klosters.

Museen für sakrale Kunst

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