Museum
Das Museum ist dem Leben und Wirken Johann Sebastian Bachs gewidmet. Es zeigt Handschriften, Notendrucke und Instrumente aus dem 18. Jahrhundert und veranstaltet Sonderausstellungen, Kammerkonzerte im historischen Sommersaal, ein breites museumspädagogisches Programm sowie Führungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Stammbaum
Unter den Musikerfamilien der Barockzeit nimmt die Familie Bach eine herausragende Stellung ein. Mehr als 200 Jahre prägten ihre Mitglieder das musikalische Leben in Mitteldeutschland. Die Informationen für den gezeigten Stammbaum hat Johann Sebastian Bach selbst geliefert: im Alter von 50 Jahren stellte er kurze Biografien von 53 männlichen Familienmitgliedern zusammen. Fast alle waren Musiker.
Instrumente
Zeit seines Lebens war die Orgel das wichtigste Instrument für Johann Sebastian Bach. Sein virtuoses Spiel wurde weit gerühmt, seine Orgelwerke gehören zu den anspruchsvollsten, die jemals komponiert wurden. Der ausgestellte Orgelspieltisch wurde für die Leipziger Johanneskirche erbaut, die auf dem Friedhof etwas außerhalb der Innenstadt stand. Es ist gesichert, dass Bach auf dieser Orgelbank saß und dieses Instrument spielte.
An einem „Wandorchester” haben Besucher die Möglichkeit, den Klang der historischen Musikinstrumente näher kennenzulernen. Das Orchester spielt verschiedene Werke. Beleuchtet sind immer die Musiker, die im gerade erklingenden Stück mitwirken. Auf Knopfdruck wird das jeweilige Instrument hervorgehoben.
Leben und Werk
Vom barocken Erker eines Ausstellungsraumes aus blickt man direkt auf den Ort, an dem bis 1902 die alte Thomasschule stand, Bachs Wohn- und Arbeitsstätte.

Ein Stammbaum gibt einen Überblick über Bach, seine Ehefrauen und Kinder. Auch Verwandte und Privatschüler lebten in der Kantorenwohnung. Eine schwere Eisentruhe ist das einzige bekannte Möbelstück aus dem Haushalt der Familie Bach. Welche Wertgegenstände darin aufbewahrt wurden, ist nicht bekannt.
Das Thomaskantorat war eines der führenden musikalischen Ämter in Deutschland und die Thomasschule eine begehrte Ausbildungsstätte für junge Musiker. In Leipzig entstanden viele der bedeutendsten Werke Bachs. Auf dem Fußboden ist ein Stadtplan aus dem Jahr 1723 dargestellt, dem Jahr, in dem Bach nach Leipzig kam. Die Medienstationen informieren über seine Aufgaben in der Stadt.
Das etwas versteckt liegende Filmkabinett zeigt kurze Ausschnitte aus verschiedenen Spielfilmen und Dokumentationen über das Leben Bachs und seiner Familie. Im Hörkabinett wiederum können sich die Besucher ganz in die Musik Bachs vertiefen.
In der Schatzkammer sind die wertvollsten Bestände des Bach-Museums ausgestellt: eines von nur zwei authentischen Portraits sowie originale Schriftstücke und Notenhandschriften von der Hand Bachs, die so fragil sind, dass Sie mehrmals jährlich ausgetauscht werden müssen.
Sowohl Johann Sebastian Bach als auch seine Ehefrau Anna Magdalena wurden auf dem Johannisfriedhof in Leipzig bestattet. Im Lauf von weit über 100 Jahren ging das Wissen über den genauen Ort der Gräber jedoch verloren. 1894 identifizierte eine Kommission zwei Gräber als diejenigen Bachs und seiner Frau. Sie fanden zwei Splitter von einem Eichenholzsarg, ein Verschlussblech und ein Kästchen mit einem Fingerhut. Die kleinen Gegenstände wurden fast wie Reliquien behandelt.
Garten
Der kleine Museumsgarten schließlich erinnert an den Lustgarten der Familie Bose, Bachs Nachbarn. Solch ein „Hausgarten” war in der eng bebauten Innenstadt damals äußerster Luxus. Gut möglich, dass sich Johann Sebastian Bach und seine Familie öfters in dem Garten aufgehalten haben.
Der Verfasser hat das Museum am 21.6.2019 besucht.
Bis 28.6.2026, im Haus
Zu den Ausstellungsstücken zählen kostbare Autographen von Bach und seinen Söhnen ebenso wie ein originelles Lochkartensystem zur Bestimmung von Schreibern.
Stichwort
Bis 31.5.2026, Leipzig
Die kompakte Galerieausstellung erzählt von einem Künstler, der sich mit Klugheit, Erfindungsreichtum und Beharrlichkeit kreative Freiräume erkämpfte – mitten im staatsgelenkten Kulturbetrieb der DDR.
Bis 22.2.2026, Leipzig
Die beliebte Sendung „Unser Sandmännchen” des damaligen Deutschen Fernsehfunks (DDR) überlebte die deutsche Teilung und bringt bis heute den Kindern jeden Abend Gute-Nacht-Geschichten.
Bis 12.4.2026, Leipzig
Mit einer Auswahl von rund fünfzig Bildteppichen führt die Ausstellung die erstaunliche ästhetische Bandbreite dieser Welt aus Fäden vor Augen.
Museum, Leipzig
Museum, Leipzig
300 Jahre Sächsische Kaffeekulturgeschichte.
Museum, Leipzig
Leipzig als Stadt des Handels, der Messen und der friedlichen Revolution von 1989.
Museum, Leipzig
Dauerausstellung zur Geschichte von Diktatur und Widerstand in der DDR vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.