Techn. Denkmal

Bauhausgebäude

Dessau-Roßlau: Das Bauhausgebäude wurde 1925/26 von Walter Gropius im Auftrag der Stadt Dessau entworfen. Eine vor das tragende Skelett gehängte Glasfassade den Blick auf das Innenleben frei.

Das Bauhausgebäude wurde 1925/26 vom Bauhausgründer Walter Gropius im Auftrag der Stadt Dessau entworfen. Der Entwurf ist die Weiterentwicklung einer Idee, die Gropius bereits vor dem 1. Weltkrieg beim Bau des Fagus-Werks in Alfeld an der Leine verwirklicht hatte: bei beiden Bauten gibt eine vor das tragende Skelett gehängte Glasfassade den Blick auf das Innenleben frei. Weil auf eine optische Verstärkung der Ecken verzichtet wurde, entsteht ein Eindruck von Leichtigkeit.

Hauptelemente des Komplexes sind der verglaste dreigeschossige Werkstattflügel, der ebenso hohe Trakt für die Gewerbliche Berufsschule, das fünfgeschossige Ateliergebäude mit den Wohnateliers für Studierende sowie die zweigeschossige Brücke, wo bis 1928 Gropius’ Architekturbüro untergebracht war. Im Übergang vom Werkstattflügel zum Atelierhaus befinden sich die Aula, die Bühne und die Mensa. Der überwiegend helle Anstrich des Komplexes bildet einen reizvollen Kontrast zu den dunklen Glaseinfassungen.

Die Hochschule für Gestaltung musste 1932 auf Druck der Nationalsozialisten geschlossen werden. Kriegsschäden reparierte man zunächst nur notdürftig. Unter Denkmalsschutz gestellt und restauriert wurde das Gebäude erstmals 1972. Eine umfassende Sanierung erfolgte erst, nachdem die UNESCO das Bauhausgebäude zum Weltkulturerbe erklärt hatte.

Führung

Die Führung schließt historische Räume ein, die normalweise nicht zugänglich sind. Dazu gehören die Aula, das ehemalige Direktorenzimmer und ein historisches Studentenzimmer.

Der Verfasser hat das Bauhausgebäude am 12.9.2021 besucht.

Bauhausgebäude ist bei:

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