Version
7.5.2024
(modifiziert)
 zu „Bayerisches Armeemuseum (Museum)”, DE-85049 Ingolstadt
R. Göttlinger

Museum

Bayerisches Armeemuseum

Ganzjährig:
Di-Fr 9-17.30 Uhr
Sa-So+Ft 10-17.30 Uhr

Im ältesten und bedeutendsten militärgeschichtlichen Museum Deutschlands, gegründet von König Ludwig II. von Bayern, sind u.a. Waffen des Mittelaltes, Beutestücke aus den Türkenkriegen, Reiterharnische sowie prächtige Uniformen ausgestellt.

Beim Neuen Schloss in Ingolstadt handelt es sich um einen stattlichen Bau der Gotik, der im 15. Jahrhundert für die bayerischen Herzöge errichtet wurde.

Formen des Krieges

Im Zentrum des Krieges in der Zeit von etwa 1600 bis 1815 standen die großen Schlachten. Sie werden im ehemaligen Tanzsaal des Schlosses dargestellt. Die gegnerischen Truppen trafen auf offenem Feld aufeinander. In wenigen Stunden wurden oft Tausende von Soldaten getötet und verwundet. Die Entfernungen, auf welche die Geschosse der Gewehre und Kanonen treffen konnten, waren gering, die Kämpfer standen sich Auge in Auge gegenüber. Besonders furchterregend war die Reiterei. Aber die Feuerwaffen wurden immer zahlreicher und wirkungsvoller.

Die Ausstellung zeigt die Waffen und Ausrüstungen der Krieger, der Kampf wird sehr anschaulich. Aber sie zeigt auch Verwundung und Not. Die Knochen, die in einem Massengrab aus der Schlacht von Alerheim (1645) gefunden wurden, geben konkretes Zeugnis von Leben, Leid und Tod der Soldaten.

Gegen die immer aufwendigere Befestigungsweise mit Bastionen, Wällen und Gräben entwickelte sich seit etwa 1670 eine systematische Angriffstechnik mit Laufgräben und Geschützbatterien. Im Zentrum des Ausstellungsteils steht das einzigartige Planungsmodell der Festung Ingolstadt um 1570.

Der Kleine Krieg

Die Truppen waren ständig unterwegs, um sich selbst zu ernähren oder dem Gegner die Versorgung zu erschweren. Diese Ausbeutung des Landes, die Zeitgenossen nannten dies den „Kleinen Krieg”, machte den Krieg erst möglich. Unter ihm litt die Zivilbevölkerung am meisten. Sie wurde beraubt und terrorisiert. Ob die Truppen der feindlichen Macht angehörten oder dem eigenen Landesherren, machte dabei oft kaum einen Unterschied.

Schatzkammer

In einem der Turmräume sind Dinge ausgestellt, die aufgrund ihrer Seltenheit ganz besonders wertvoll sind: eine Pirschbüchse, die dem Pfalzgrafen Ottheinrich bei der Jagd diente, das einzigartige Gewand eines europäischen Soldaten des 16. Jahrhunderts, gefunden in Peru, als Zeugnis der gewaltsamen Expansion Europas nach Amerika. Zentrales Ausstellungsstück ist hier die so genannte Passauer Rüstung aus der Zeit um 1350.

Arsenal

In der sog. Dürnitz des Schlosses ist eine große Zahl alter Waffen aufgestellt. Hier wird sichtbar, dass der älteste Teil der Museumssammlung des auf die alten Zeughäuser in Bayern zurückgeht. Jahrhundertelang wurden hier nicht nur Waffen für den Gebrauch, sondern auch wertvolle Erinnerungsstücke aufbewahrt.

Das Museum wurde 1879 in München gegründet, um voller Stolz die militärischen Leistungen der Vergangenheit, vor allem den Krieg gegen Frankreich in den Jahren 1870/71, zu demonstrieren.

Zelt des Großwesirs

In einem weiteren Turmraum des Schlosses kann seit kurzem das Zelt des Großwesirs Sarı Süleyman Paşa, im Jahr 1687 in der Schlacht bei Mohács in Ungarn den Truppen Max Emanuels in die Hände gefallen und fortan bei Festen in München aufgestellt, wieder bewundert werden. Es zeugt von der hohen Kunst der Zeltmacher in Istanbul und von den langen und immer wieder aufflammenden Kriegen der europäischen Mächte mit dem Osmanischen Reich.

Zinnfiguren

Der Südostturm des Neuen Schlosses wird, seit hier Figuren aus der umfangreichen Sammlung des Armeemuseums gezeigt werden, auch Zinnfigurenturm genannt. Neben Einzelfiguren und Ensembles sind es vor allem die riesigen Dioramen zu den Schlachten von Zusmarshausen (1648), Leuthen (1757) und der Völkerschlacht von Leipzig (1813), die mit vielen tausenden von kunstvoll gravierten und bemalten Figuren jung und alt beeindrucken.

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