Ausstellung 01.06. bis 29.08.21

Jüdisches Museum München

Beate und Serge Klarsfeld: Die Nazijäger

München, Jüdisches Museum München: In einer beim Carlsen Verlag erschienenen Graphic Novel erzählen die französischen Comic-Künstler Pascal Bresson und Sylvain Dorange die Geschichte von Beate und Serge Klarsfeld und ihrer Jagd nach Gerechtigkeit. Bis 29.8.21

Am 7. November 1968 ohrfeigte Beate Klarsfeld in aller Öffentlichkeit Kurt Georg Kiesinger, damals Bundeskanzler der BRD, und bezeichnet ihn als „Nazi”. Diese Ohrfeige steht exemplarisch für ihr jahrzehntelanges Engagement und ihren Kampf für die lückenlose Aufarbeitung der NS-Verbrechen und für eine angemessene Strafverfolgung der Täter.

Zusammen mit ihrem Mann Serge hat Beate Klarsfeld sich der Jagd nach NS-Kriegsverbrechern verschrieben, die sie über Ländergrenzen und Kontinente hinweg aufspürte. Gegen staatliche und persönliche Widerstände ankämpfend, haben die Klarsfelds nie akzeptiert, dass zahlreiche Verantwortliche des NS-Regime nach dem Krieg über Jahrzehnte unbehelligt weiterleben konnten. Der größte Erfolg für sie persönlich war der Prozess gegen Klaus Barbie, dem „Schlächter von Lyon”.

In einer beim Carlsen Verlag erschienenen Graphic Novel erzählen die französischen Comic-Künstler Pascal Bresson und Sylvain Dorange die Geschichte von Beate und Serge Klarsfeld und ihrer Jagd nach Gerechtigkeit. Im Rahmen des Comicfestival München werden im Foyer des Jüdischen Museum München markante Szenen aus der Graphic Novel gezeigt.

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