Ausstellung 19.09.20 bis 24.01.21

Paula Modersohn-Becker Museum

Berührend

Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis

Bremen, Paula Modersohn-Becker Museum: Nicht nur die abgebildeten körperlichen Berührungen qualifizieren die insgesamt 65 Kunstwerke für dieses Projekt, sondern vor allem die emotionale Berührung, die durch die Eindringlichkeit der Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videos hervorgerufen wird. Bis 24.1.21

Die Doppeldeutigkeit im Titel der Ausstellung ist ganz bewusst gewählt. Nicht nur die abgebildeten körperlichen Berührungen qualifizieren die insgesamt 65 Kunstwerke für dieses Projekt, sondern vor allem die emotionale Berührung, die durch die Eindringlichkeit der Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videos hervorgerufen wird.

Kunstwerke von Marina Abramovic, Ernst Barlach, Lucas Cranach d.Ä., Vivian Greven, Bernhard Hoetger, August Macke, Robert Mapplethorpe oder Paula Modersohn-Becker visualisieren in der Ausstellung wesentliche Aspekte des menschlichen Daseins: die Fürsorge einer Mutter für ihr Kind, die Verbundenheit zweier Liebenden, die Überschreitung von Grenzen oder unfreiwillige Nähe im Alltag.

Der hohe Stellenwert der Berührung für die Entwicklung des Menschen, für sein soziales Zusammenleben und seine Gesundheit zeigt sich zudem durch Zitate, Texte und Videos von Vertretern unterschiedlicher Berufsgruppen: eine Domina spricht über die Lust am Schmerz, eine Masseurin über die heilende Wirkung einer Berührung, der Produktdesigner erläutert die Relevanz der Haptik für seine Entwürfe und ein Tangotänzer die unausweichliche Körperlichkeit im Tanz.

Obwohl natürlich das generelle museale Berührungsverbot auch für diese Ausstellung gilt, vermag die große Spannbreite an ausgestellten Werken zu veranschaulichen, wie sehr uns Kunst berühren kann, ohne sie selbst zu berühren.

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