Museum

Besenmuseum

im Schloß Mochental

Galerie Schrade Schloß Mochental

Ehingen: Rari­täten und ganz ge­wöhn­liche Feger aus aller Welt. Von der Dattel­palm­rippe aus dem Bedu­inen­zelt bis zum Ele­fan­ten­schwanz­besen mit Silber­beschlag, vom All­gäuer Stuben­besen bis zum keni­ani­schen Affen­schwanz­besen, vom Kamin­kehrer­besen bis zum perlen­be­stick­ten Tisch­besen.

Eine umfangreiche Sammlung von Besen aus aller Welt befindet sich über dem 2. Obergeschoß der Galerie Schrade im Barockschloß Mochental. Nach langjähriger Sammeltätigkeit wurde das Besenmuseum 1975 eröffnet.

Und so kann man z.B. neben dem Kunstobjekts eines rohen und gekochten Besens von Dieter Arnold auch ein Denkmal des schwäbischen Kehrfleißes in Form eines völlig abgefegten Allgäuer Stubenbesen sowie ein kenianischen Affenschwanzbesen oder eine Besenschöne aus Jugendstiltagen, deren bodenlanger Rock ein schmiegsamer Tischbesen ist, bewundern. Die Schönheit gerade der Alltagsgegenstände, die sonst keine Beachtung finden, zeigt sich dem Besucher beim näheren Betrachten.

Heutzutage ist der Besen ein Gegenstand, den zwar jeder kennt, der schnell zur Hand ist, aber ebenso schnell wieder in der Ecke verschwindet. Dem Besen wurde früher jedoch auch Zauberkräfte zugeschieben, er war wichtiger Teil des Hochzeits- und Totenbrauchs, spielte bei sakralen Handlungen und im Rechtsleben eine große Rolle und dem Hl. Rochus wurde der Besen als Opfergabe dargebracht. Noch heute ist er ein wichtiges Requisit der alemannischen Fasnet.

Das Besenmuseum ist im Schwabenland, dem Land der Kehrwoche, gut aufgehoben.

Die Stücke aus allen Kontinenten werden durch Texte und Bilder ergänzt.

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