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9.6.2024
Betörend schön zu „Betörend schön”, DE-80538 München

Ausstellung 21.06.24 bis 19.01.25

Betörend schön

Chinesische Hinterglasbilder aus der Sammlung Mei-Lin

Museum Fünf Kontinente

Maximilianstraße 42
DE-80538 München
Ganzjährig:
Di-So 9:30-17:30 Uhr

Hinterglasbilder, bei denen das Motiv auf die Rückseite einer Glasplatte gemalt wird, beeindrucken durch ihre leuchtenden Farben und ihren dauerhaften Glanz.

In China kam das Malen hinter Glas im 18. Jahrhundert auf, nachdem Glasplatten, Spiegel und Ölmalerei als neue Materialien und Techniken von Europa nach China gelangt waren. Vor allem im südchinesischen Guangzhou (Kanton), einem traditionellen Seehandelszentrum Chinas, entstand eine intensive Produktion, die auch die Fertigung von Hinterglasbildern für den nicht-chinesischen Markt umfasste.

Spezialisierte Werkstätten fertigten die farbenfrohen Darstellungen als Auftragsarbeiten oder nach standardisierten Entwürfen. Europäische Vorlagen wurden detailgetreu auf Glas übertragen, chinesische Landschaften, Vögel und Blumen, mythologische Figuren und Alltagsszenen genauso gekonnt hinter Glas gebannt wie die »Bilder schöner Frauen« (meiren hua), die im Fokus der Ausstellung stehen.

Sogenannte „meiren hua” gehören zum Bildinventar der chinesischen Malerei und werden gerne mit Verführung und der Lebenswelt von Kurtisanen in Verbindung gebracht. Die Frage „Was macht eine schöne Frau aus?” stellt sich unmittelbar in der Begegnung mit ihnen. Die in der Zeit vom frühen 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenen Hinterglasbilder zeigen „schöne Frauen” in eleganten Umgebungen. Sie geben Details im Erscheinungsbild der Dargestellten spezifisch und präzise wieder und dokumentieren eine sich wandelnde Gesellschaft, in der traditionelle und moderne Werte aufeinandertreffen.

70 der gezeigten Arbeiten stammen aus der Sammlung Mei-Lin, die zu den großen und international bekannten Sammlungen chinesischer Hinterglaskunst gehört.

POI

Ausstellungsort

Museum Fünf Konti­nente

Eine der größ­ten und be­deu­tend­sten ethno­gra­phi­schen Samm­lun­gen Deutsch­lands.

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Rainer Göttlinger
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