Ausstellung 19.11.21 bis 13.02.22

Deutsches Goldschmiedehaus

Bruno Martinazzi

Ein Künstlerphilosph im Schmuck

Hanau, Deutsches Goldschmiedehaus: Der Kosmos, das Kaos, die Schöpfung bilden den Fond seiner Arbeit. So entstehen wunderbare Paraphrasen auf Sein und Ewigkeit in Form von Schmuck. Bis 13.2.22

Der Goldschmied und Bildhauer Bruno Martinazzi entführt uns in eine der Cyberweb-Ära fremde Welt. Zeitlebens haben ihn antikes Kulturerbe, humanistische Ideale und Gedanken beschäftigt. Er ist ein Klassiker und doch modern zugleich. In Gold und Stein hinterließ er ungewöhnliche Meisterwerke von zeitloser Schönheit, die außerdem die Erfahrung des 20. Jahrhunderts durch die abstrahierende Konzeption und den Ausschnittcharakter seiner Werke spiegeln.

Mund, Gesäß, Fuß, Hand, Auge – meist nur im Detail, zuweilen plastisch betont, dann wieder verkürzt, verdichtet und gekappt – vergegenwärtigen Materie im Wandel. Das Repertoire des Goldschmiedes kreist um die Vorstellung der konkreten leiblichen Präsenz in ihrer Beständigkeit contra Vergänglichkeit und Flüchtigkeit. Wie geronnen bleibt die Vision Martinazzis im Gold zurück.

Der Kosmos, das Kaos, die Schöpfung bilden den Fond seiner Arbeit. So entstehen wunderbare Paraphrasen auf Sein und Ewigkeit in Form von Schmuck.

Die Ausstellung folgt in thematisch gegliederten Tableaus den Leitideen des Künstlers und gewährt mit über 100 zum Teil bislang ungesehenen Objekten aus dem Archivio Martinazzi in Turin Einblicke in die Verzweigungen und Geheimnisse dieses zeitlos gültigen Schmuckschaffens. Zeichnungen und Zitate des Künstlers runden die umfangreiche Präsentation ab.

Deutsches Goldschmiedehaus ist bei:
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