Ausstellung 26.11.21 bis 27.02.22

TLM Ferdinandeum

Chanukka

Innsbruck, TLM Ferdinandeum: Die individuellen künstlerischen Interpretationen des Leuchters als religiöses Symbol und Gebrauchsgegenstand machen dabei das Thema der religiösen Identität für ein breites Publikum zugänglich. Bis 27.2.22

Chanukka oder Chag ha-Orot ist das Fest der Lichter. Nach dem jüdischen Kalender wird es am 25. Tag des Monats Kislev begangen. Im Mittelpunkt des achttägigen Festes steht der Chanukkaleuchter, ein neunarmiger Kerzenständer. Traditionell versammelt sich die Familie an den Festtagen nach Sonnenuntergang, um je eine weitere Kerze anzuzünden, bis schließlich alle acht Kerzen brennen. Ihr Licht steht für Hoffnung und Auferstehung.

Das neunte Licht ist der Shamash, der Diener, mit dessen Flamme alle anderen Kerzen entzündet werden. Der Arm, auf dem sich der Shamash befindet unterscheidet sich in seiner Gestaltung oft von den übrigen Armen des Kerzenleuchters.

Die wohl größte Vielfalt an Chanukkaleuchtern weltweit findet sich in Casale Monferrato im Piemont, Italien. Seit mehr als 500 Jahren nimmt die jüdische Gemeinde hier eine tragende Rolle ein. Um auch in Zukunft die Verbindung zu Stadt und Region zu stärken und sozial, politisch und kulturell bestehen zu können, begann die jüdische Gemeinde vor mehr als 20 Jahren, Chanukkaleuchter zu sammeln. Heute umfasst der Bestand im „Museum der Lichter” an die 250 Exemplare. Die Leuchter stehen dabei nicht nur symbolisch als Spender des Lichts, sondern bewahren ein bedeutendes künstlerisches Erbe und die lokale jüdische Tradition.

Eine Auswahl der vielfältigen Chanukkaleuchter aus Casale Monferrato ist nun zu Gast im Ferdinandeum. Unter den Ausstellungsstücken finden sich so schöne wie raffinierte wie fantasievolle Gestaltungsvarianten des Chanukkaleuchters. Die individuellen künstlerischen Interpretationen des Leuchters als religiöses Symbol und Gebrauchsgegenstand machen dabei das Thema der religiösen Identität für ein breites Publikum zugänglich.

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