Exponat
Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass es im Salzkammergut bereits 300 Jahre nach Christi Geburt zu einer ersten Verbreitung des Christentums gekommen ist. Die erste Erwähnung einer romanischen Kirche am Beginn des 12. Jahrhunderts weist auf eine bereits vorhandene Pfarrgemeinde in Hallstatt hin. Weitere Hinweise auf eine Pfarre finden sich in jenen Urkunden, in denen Königin Elisabeth 1311 die Salzgewinnung mit einer neuen Organisation ausstattete.
Sie verfügte „on daz saltz, waz von gesatzten recht dem pharrer und anderen läuten in dem phanhaus gevellet” und bestimmte weiters, es „sol auch ir iglicher alle wochen dem pharrer einen phenich geben von sein phanhausstat”.
Die Königin hatte also eine Abmachung zu Gunsten des Pfarrers von Hallstatt mit einer Urkunde bestätigt. Bestand die Zuwendung an den Geistlichen vorerst aus Salz vom Pfannhaus, so erhielt er nun eine Unterstützung in Form von „wöchentlichen Pfenningen”.
Die Lehre Martin Luthers verbreitete sich bereits am Anfang des 16. Jahrhunderts im ganzen Lande und fiel bei der notleidenden Bevölkerung des Salzkammerguts auf fruchtbaren Boden.
Die Kunde von dem deutschen Augustinermönch, der sich gegen die Ungerechtigkeit der Kirche erhoben hatte, dürfte die Salinenorte über die Wege der Salzschifffahrt schon nach kurzer Zeit erreicht haben. Die katholische Geistlichkeit wurde immer mehr zurückgedrängt, ein Teil der Pfarrer war zum neuen Glauben übergewechselt, gegen die katholisch Verbliebenen kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen.
Bei der 1578 eingeleiteten Gegenreformation kam es zur Schließung protestantischer Schulen, Verbrennung evangelischer Bücher und Vertreibung der Prediger. Die protestantischen Salzarbeiter wurden aufgefordert, entweder katholisch zu werden oder auszuwandern. Es kam zu einer offenen Rebellion.
Im Jahre 1781 erließ Kaiser Joseph Il. ein Toleranzedikt, in dem er freie Religionsausübung für alle und gleiche Rechte für die protestantischen Bekenntnisse zusicherte. Damit war die 180 Jahre lange Unterdrückung der Evangelischen zu Ende.
Standort
Funde aus der älteren Eisenzeit, einer Kulturepoche, die nach diesem Ort benannt wurde: die Hallstattzeit. 7000 Jahre Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
Bergwerk, Hallstatt
Gräberfeld von Hallstatt. Fundstelle des legendären „Mannes im Salz”. Bergmannsrutschen, der mystische Salzsee, Fahrt mit der Grubenbahn.
Museum, Bad Goisern
Ehemaliges Auszugshaus der Goiserer Mühle im Stil der sogenannten Sommerfrischenzeit. Örtliche Volkskultur, Erzeugung der berühmten Bergschuhe, der Goiserer Geigen. Der Bauernphilosoph Konrad Deubler. Geschichte und Kultur der nach Siebenbürgen Ausgewanderten.
Museum, Bad Aussee
Archäologie, Geschichte, Handwerk und Gewerbe, Industrie u. Technik, kulturkundliche Sammlung, Volksmusik, Brauchtum, Kunst, Naturkunde, Fossilien, Höhlenkunde, Anna Plochl und Erzherzog Johann.
Museum, Altaussee
Historische Exponate, Text- und Bildmaterial. Lebensspuren prominenter Literaten und Künstler, die im Ausseeland gewirkt haben oder noch wirken. Literaturgarten.