Ausstellung 19.09.21 bis 02.01.22

Fondation Beyeler

Close-up

Riehen, Fondation Beyeler: Mit rund 100 Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen aus Europa, Amerika und Mexiko eröffnet die Ausstellung ungewohnte Perspektiven auf die Geschichte des Porträts und der Künstlerinnen. Bis 2.1.22

Im Zentrum der Ausstellung stehen neun Künstlerinnen, denen die Konzentration auf die Darstellung von Menschen, in Form von Porträts und Selbstporträts, gemeinsam ist und die mit ihrem Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne von 1870 bis heute vertreten: Berthe Morisot, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Frida Kahlo, Alice Neel, Marlene Dumas, Cindy Sherman und Elizabeth Peyton.

Das Interesse der Ausstellung gilt dem spezifischen Blick der Künstlerinnen auf ihre eigene Umgebung, der in Porträts ihrer selbst wie auch anderer zum Ausdruck kommt. In der Zusammenschau lässt sich erleben, wie sich der Blick der Künstlerinnen auf ihr Gegenüber seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute gewandelt hat, was sich in ihm widerspiegelt und was ihn auszeichnet.

Die Ausstellung beleuchtet einen Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein. Es war gleichzeitig eine Zeit, in der die Idee des Porträts einen tiefgreifenden Wandel erlebte, der mit einer grundlegenden Umwertung der Idee des Individuums einherging. So wie im Impressionismus die Transformation des klassischen Porträts ihren Lauf nahm, so wurde zu Anfang des neuen Jahrhunderts der gänzliche Verzicht auf Ähnlichkeit als mögliche Porträtform erprobt. In der Folge wandelte sich das Porträt zu einer Ausdrucksform, in der neue Vorstellungen von Subjektivität und neue Möglichkeiten der Repräsentation erkundet wurden. Die Künstlerinnen, die im Zentrum der Ausstellung stehen, führen dies beispielhaft vor Augen. Wenn sie auch nicht eine Geschichte des Porträts seit Beginn der Moderne repräsentieren, so präsentiert doch jede von ihnen mit ihrem Œuvre eine spezifische, aus ihrer Zeit heraus entwickelte Form des Porträts.

Mit rund 100 Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen aus Europa, Amerika und Mexiko eröffnet die Ausstellung ungewohnte Perspektiven auf die Geschichte des Porträts und der Künstlerinnen.

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