Ausstellung 20.06. bis 27.09.26
Die Landschaft als sprechender, mit Bedeutungen aufgeladener Raum ist ein Bezugspunkt, zu dem Cyrill Lachauer in seinem fotografischen und filmischen Werk immer wieder zurückkehrt. Mit ausgeprägtem Gespür für historische und politische Zusammenhänge bereiste Lachauer über Jahre hinweg die USA, Mexiko und Bosnien.
Die Ausstellung versammelt Arbeiten, die zwischen 2020 und 2026 entstanden sind und in Form einer poetischen Autoethnografie drängende Fragen behandeln: nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, aber auch Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung. Im Zentrum steht dabei Lachauers Idee der „erzählenden Landschaften” – Orte, die Menschen, lokale Kulturen, Geschichten, Objekte und physische Gegebenheiten umfassen. Darin lotet Lachauer die Möglichkeiten eines Sprechens mit und nicht über diese Räume aus.
Der Titel bezieht sich auf die gleichnamige, über 3.000 Kilometer lange Eisenbahnstrecke, die im Süden der USA das Landesinnere mit der Pazifikküste verbindet. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts reisen Hobos (Wanderarbeiter) und andere „transient people” (Menschen ohne festen Wohnsitz) auf dieser und anderen Routen auf Güterzügen durch Nordamerika. Lachauer begann 2019 selbst als „train hopper” das Land zu durchqueren. Aus dieser Phase entwickelte sich das Filmprojekt Slack, an dem Lachauer mit dem US-Fotografen Mike Brodie von 2022 bis 2025 arbeitete.
Ausstellungsort
Das Ausstellungsprogramm des Kunstpalais konzentriert sich auf relevante Positionen der internationalen Kunstszene, die Anschluss an den zeitgenössischen Diskurs innerhalb und außerhalb der Kunst bieten.
Im gleichen Haus
Museum, Erlangen
Altdeutsche Zeichnungen, Graphik der Dürerzeit und des 19. Jahrhunderts.
Bot. Garten, Erlangen
Zwar einer der kleinsten Gärten Deutschlands, aber gärtnerisch bis in die feinsten Details gelungen angelegt. Viele Anregungen, besonders auch für den Naturschutz.