Ausstellung 03.06.26 bis 04.04.27
Ein deutschlandweit einzigartiger Schatz der Fotogeschichte: mehr als 2.000 Glasnegative wurden 1988 auf einem Leipziger Dachboden entdeckt, das Archiv des jüdischen Fotografen Abram Mittelmann. Er lebte und arbeitete mit seiner Familie von 1909 bis 1938 in dem Haus Peterssteinweg 15. Die meisten Fotos sind Porträts von Frauen, Männern und Kindern, der Familie selbst oder sogar von SA-Männern. Doch Leben und Schicksale, Leistungen oder Verstrickungen können erst jetzt erhellt werden.
Die Ausstellung und digitale Formate zeigen eine typische jüdische Familie in Deutschland. Wie viele aus ihrer jüdischen Kundschaft, bauten sich die aus dem russischen Zarenreich emigrierten Mittelmanns in Leipzig ein neues Leben auf. Sie wurden im Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und ermordet oder konnten überleben.
Namen und Leben sowie Netzwerke in der jüdischen Gemeinde werden sichtbar gemacht. Der Sohn Eugen Mittelmann spezialisierte sich ab 1925 auf Porträts von Schauspielerinnen und Sängern an Leipziger Bühnen und Werbung. Seine Fotokunst steht neben Alltagsbildern von Großstadt-Menschen als Zeugnis der Zeit um 1930.
Ausstellungsort
Vor- und Frühgeschichte, Bildende Kunst des 14. und 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Stadtansichten, Musik- und Theatergeschichte. Leipziger Musikleben im 19. Jahrhundert, Leipzig zur Zeit der Reformation, Töpferhandwerk in Leipzig vom 12. bis 18. Jhd.
Bis 25.10.2026, im Haus
Mit fröhlich-frechen und erinnerungsstarken Objekten im Gepäck lädt die Ausstellung dazu ein, die Jahreszeit der Liebe und Lebenslust neu zu betrachten.
Im gleichen Haus
Stadtgeschichte spielerisch erkunden an acht unterschiedlichen Stationen.
Dependance, Leipzig
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Größter Denkmalsbau Europas. Militaria, Gemälde, Grafik, Kunsthandwerk, Autographen, Numismatik.
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