Version
12.5.2026
Vera Mercer, Das gefräßige Auge zu „Das gefräßige Auge”, DE-89073 Ulm

Ausstellung 09.10.26 bis 28.02.27

Das gefräßige Auge

Die fotografische Welt von Vera Mercer

Museum Brot und Kunst

Salzstadelgasse 10
DE-89073 Ulm
Ganzjährig:
Mo 10-15 Uhr
Di, Do-So+Ft 10-17 Uhr
Mi 10-19 Uhr

Vera Mercer (*1936 in Berlin), eine der Grandes Dames der Fotografie, blickt auf ein umfangreiches Lebenswerk zurück, in dem Lebensmittel, Restaurants und Märkte die Hauptrollen spielen. Nach einer Ausbildung zur Tänzerin heiratet sie 1958 den späteren Eat Art Künstler Daniel Spoerri und übersiedelt mit ihm nach Paris. Hier taucht sie in die künstlerische Avantgarde ein, fotografiert Künstler wie Marcel Duchamps und Niki de St.-Phalle und erstmals Nahrungsmittel in den berühmten Markthallen Les Halles.

In den 2000ern begann sie, Stillleben regelrecht zu komponieren. Sie übernahm Motive der altmeisterlichen Malerei, um damit ganz neue, aber deutlich zeitgenössische, Bilder zu entwickeln. Für diese Fotografien hat sie internationale Bekanntheit erlangt.

Eine zentrale Rolle nimmt die Licht- und Schattenführung ein, um die Dinge effektvoll, oft geheimnisvoll, in Szene zu setzen. Viele Fotos zeigen eine opulente Fülle an Blumen, Gemüse, Früchten – und Tieren. Immer wieder begegnen uns ganze Fische, Krabben, Tierköpfe und ungerupftes Federvieh. Damit zieht in die Bilder der Schatten des Todes ein. Andere Bilder wirken ganz ruhig, fast meditativ.

Daneben schoss die Fotografin ab den 1960er Jahren auch immer wieder Fotos von Menschen im Café. Da begegnen uns ungeschönt (weil heimlich fotografiert) träumende, gelangweilte und engagiert essende Unbekannte, die schmunzeln lassen, und die die Atmosphäre ihrer Zeit in sich tragen.

Vera Mercer betreibt zusammen mit ihrem zweiten Ehemann selbst mehrere Restaurants, so etwa den 2009 eröffneten „Boiler Room” in Omaha/ USA. Die Künstlerin stattet ihn mit ihren Fotos aus, und hier entstehen neue Bilder. Essen – Schauen – Fotografieren – Essen ist in ihrem Leben eine ineinandergreifende Handlungskette.

Ab 2010 entwickelt Mercer eine neue Bildergruppe: Porträts gepaart mit Stillleben. Die Dinge werden zu Accessoires und Charakteristika der Fotografierten. Die Wirkung ist einerseits malerisch, andererseits verblüffend präsent.

POI

Ausstellungsort

Museum Brot und Kunst

Ein­zig­arti­ges Themen­museum zur Ge­schichte des Brotes als einer un­ent­behr­lichen Grund­lage mensch­licher Exi­stenz, Kultur und Zivili­sation. Zahl­reiche Objekte zur Technik­geschichte der Brot­her­stellung, größte Samm­lung zur Kultur­ge­schichte des Brotes welt­weit

Bis 20.9.2026, im Haus

Honig für Kunst und Gesell­schaft

Die Auss­tellung ver­sammelt Werke von Joseph Beuys und seinen Zeit­ge­nossen wie Michael Buthe, Hede Bühl und Felix Droese.

Museum, Ulm

Stadt­haus Ulm

Vor allem zeit­ge­nös­si­sche Kunst. Welt­weit be­ach­tete Archi­tek­tur, ent­wor­fen von dem Ameri­kaner Richard Meier.

Museum, Ulm

Denk­Stätte Weiße Rose

Doku­men­ta­tion über Hans und Sophie Scholl sowie 22 weitere Ulmer Mit­strei­ter, die auch vom Volks­gerichts­hof ver­ur­teilt wur­den.

Museum, Ulm

kunst­halle weis­haupt

Privat­samm­lung des Unter­neh­mers Sieg­fried Weis­haupt, eine der be­deu­tend­sten Kollek­tio­nen zeit­ge­nös­si­scher Kunst in Deutsch­land.

Museum, Ulm

Haus der Stadt­geschichte

Ulmer Stadt­ge­schich­te von den An­fän­gen bis zur Gegen­wart.

Verantwortlich für den Inhalt nach §18 Abs. 2 MStV:
Rainer Göttlinger • Felsenstr. 19 • 90449 Nürnberg
Pressemitteilungen willkommen
#3103756 © Webmuseen Verlag