Ausstellung 24.04. bis 17.10.21

Wallfahrtsmuseum Gößweinstein

Das Gute siegt!

Heiliger Georg. Erzmärtyer & Drachentöter

Gößweinstein, Wallfahrtsmuseum Gößweinstein: Die Ausstellung reiht sich um die bemerkenswert elegante Figur eines jugendlichen Georg, der stehend den Drachen bezwingt. Bis 17.10.21

Der heilige Georg ist einer der beliebtesten Namenspatrone und Heiligen. In der katholischen Kirche ist er u.a. Angehöriger der Vierzehn-Nothelfer-Gruppe. Die orthodoxe Kirche verehrt ihn als Erzmärtyrer und Drachentöter, und selbst im Islam gilt er als ein Prophet und Förderer der Feldfrucht.

Seine Historizität ist dagegen bis heute umstritten. Die ursprüngliche Überlieferung als Blutzeuge Christi tritt hinter seiner legendären Gestalt des Drachentöters in den Hintergrund.

Die Betrachtung der verschiedenen Legendenanteile wirft die Frage nach der Rolle des Drachen und der Bewältigung des Drachenkonfliktes auf. Schon die antike Mythologie kennt ihn. Von dort wandert das Motiv in die Legenden anderer Heiliger, wie Margareta und Martha. Dabei scheint es nicht nur eine Lösung zu geben.

In die Dauerausstellung integriert, reiht sich die Ausstellung um die bemerkenswert elegante Figur eines jugendlichen Georg, der stehend den Drachen bezwingt. Vorbild der Skulptur aus dem späten 19. Jh. ist eine etwa 400 Jahre frühere spätgotische Figur, die dem Gößweinsteiner Georg Ritter von Königsfeld als Verkörperung seines Namenspatrones hätte dienen können.

Von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land zurückgekehrt, leistete jener Gößweinsteiner Ritter mit einer großen Ablassurkunde 1511 Vorschub für die heimische Wallfahrt.

Gegen 1890, etwa zeitgleich mit der Kopie der spätgotischen Georgsfigur, erfuhr die Gößweinsteiner Burg eine umfassende Renovierung. Die Neugestaltung der Burgkapelle präsentiert den heiligen Georg gleich mehrmals, wobei der Drachenkampf als große Wandmalerei seinen besonderen Reiz hat.

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