Ausstellung 18.04. bis 04.10.26
Die Schau stellt das Märchen von Wilhelm Hauff erstmals in den Kontext zeitgenössischer Kunst, um die Beziehung von Identität und sozialer Stellung zu reflektieren. Hauff schildert die Folgen, die die Industrialisierung und der sich beschleunigende Kapitalismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf die Gesellschaft haben, als individuelle Geschichte von Geldsucht und emotionaler Isolation. Die 1827 erschienene Erzählung ist eine Allegorie auf eine Welt im Wandel: bestehende Moralvorstellungen geraten ins Wanken, mit den erwachenden materiellen Ansprüchen wachsen die Ängste, an Gesellschaftsfähigkeit einzubüßen.
Anhand von Werken zeitgenössischer Künstler – darunter zwei Neuproduktionen, die sich explizit mit dem Text beschäftigen – präsentiert die Ausstellung eine aktualisierte Lesart der im Märchen angelegten Leitmotive Identität, Gewalt und Heilung, Affekt sowie ökologische Ausbeutung vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens.
Ausstellungsort
Kunst des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkten bei Otto Dix, Fritz Winter, Dieter Roth, Josef Kosuth, Markus Lüpertz, Wolfgang Laib.
Dependance, Gaienhofen
Leben und Werk von Otto Dix.
Museum, Stuttgart
Ehemalige Residenz der Herzöge von Württemberg. Hochkulturen des Mittelmeerraums, Kunst der Eiszeitjäger, Zeugnisse der Kelten und Römer, sakrale Kunst des Mittelalters, Zeit der württembergischen Herzöge und Könige. Glassammlung Ernesto Wolf, Renaissance-Uhren.
Museum, Stuttgart
Sammlung historischer Musikinstrumente. Ausstellung „Unerhört! Musikinstrumente einmal anders”: Videosequenzen, Konstruktionsskizzen, Hörbeispiele und Mitmachelemente.
Museum, Stuttgart
Mitmachausstellungen von der „Römischen Baustelle” über die „7 SuperSchwaben” und „Die Ritter” bis zum „Räuber Hotzenplotz”. Unkonventionell-sinnliche Vermittlung.