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Das Rote Wien - Waschsalon

Wien: Das „Neue Wien” der 1920er und frühen 1930er Jahre. Reformvorhaben und die bedeutendsten Persönlichkeiten. Kommunaler Wohnbau.

Das „Neue Wien” der 1920er und frühen 1930er Jahre war ein einzigartiges gesellschaftspolitisches Experiment, das sämtliche Lebensbereiche der Menschen umfasste – von der Sozial- und Gesundheitspolitik über das Bildungswesen bis zum sozialen Wohnbau.

Im ersten Ausstellungsbereich sind die wichtigsten Etappen des Roten Wien (1919 bis 1934/45) dargestellt – beginnend mit der Entstehung der ersten Arbeiterbildungs- und Konsumvereine, über die Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei zum Jahreswechsel 1888/89 bis zum Beginn des Roten Wien im Frühjahr 1919. Im Anschluss daran werden die wichtigsten Reformvorhaben vorgestellt und die bedeutendsten Persönlichkeiten porträtiert.

Der zweite Ausstellungsbereich ist dem Thema „kommunaler Wohnbau“ gewidmet. Parallel zur Errichtung der Gemeindebauten entstand eine komplexe Infrastruktur sogenannter „Folgeeinrichtungen“ – öffentliche Bäder und Waschküchen, Kinder- und Jugendbetreuungsstätten, Arbeiterbüchereien und Sportplätze, Geschäftslokale und Parkanlagen. Ein Grundriss verdeutlicht außerdem Größe und Anlage einer typischen Karl-Marx-Hof-Wohnung.

Im dritten Ausstellungsbereich werden die wichtigsten Vorfeldorganisationen der österreichischen Sozialdemokratie vorgestellt und im Dachgeschoß, wo ursprünglich die Wasserbehälter des Brausebades untergebracht waren, sind Maiabzeichen und Traditionsfahnen, Festbroschüren und persönliche Gedenkstücke sowie Büsten wichtiger Persönlichkeiten ausgestellt.

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