Ausstellung 14.11.19 bis 31.12.20

Schulmuseum Katterbach

Der kratzige Unterschied

Historische Handarbeiten von „arm” und „reich”

Bergisch Gladbach, Schulmuseum Katterbach: Seit 1872 war in den Volksschulen „Handarbeit” ein neues obligatorisches Unterrichtsfach. Demgegenüber waren den Absolventinnen der Höheren Töchterschulen dekorative Arbeiten wie Sticken, Häkeln und Klöppeln vorbehalten. Bis 31.12.20

Die Ausstellung ist Magdalene Trier (1925-2011) gewidmet. Als langjähriges Arbeitskreismitglied trug sie im Laufe von drei Jahrzehnten eine Sammlung historischer Handarbeiten zusammen, die inzwischen mehr als 3.600 Objekte umfasst und innerhalb der deutschen Schulmuseen einzigartig ist. Die Ausstellung macht erstmals eine umfangreiche Auswahl der Öffentlichkeit zugänglich.

Seit 1872 war in den Volksschulen „Handarbeit” ein neues obligatorisches Unterrichtsfach. Mädchen sollten die lebenspraktisch notwendigen Fertigkeiten Stricken, Stopfen, Ausbessern und Nähen eines Hemdes lernen. Demgegenüber waren den Absolventinnen der Höheren Töchterschulen dekorative Arbeiten wie Sticken, Häkeln und Klöppeln vorbehalten.

Die Ausstellung betont den Kontrast von „Arm” und „Reich”: auf der einen Seite unscheinbare, ärmlich wirkende, mehrfach geflickte Handarbeitsobjekte für den Alltagsgebrauch, auf der anderen Seite kostbare und edle Stickereien zur Verschönerung von Kleidung, Wäsche und Wohnungszierrat.

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