Ausstellung 19.11.21 bis 01.05.22

Museum Fürstenfeldbruck

Der romantische Blick

Werke aus der Sammlung Maibaum Lübeck

Fürstenfeldbruck, Museum Fürstenfeldbruck: Heute wird der Begriff der Romantik häufig mit einer gewissen Naivität in Verbindung gebracht. Doch es steckt viel mehr hinter diesem künstlerischen Anliegen. Ab 19.11.21

Vor mehr als zweihundert Jahren nahmen die Maler der Romantik ganz bewusst eine Gegenposition zum damals vorherrschenden Rationalismus ein. Die Französische Revolution und die Zeit der Aufklärung hatten ein Weltbild und eine gesellschaftliche Richtung bewirkt, die einigen jungen Philosophen und Dichtern und schließlich auch Malern und Musikern ganz und gar nicht behagte.

Heute wird der Begriff der Romantik häufig mit einer gewissen Naivität in Verbindung gebracht. Doch es steckt viel mehr hinter diesem künstlerischen Anliegen.

Die Sammlung Maibaum Lübeck enthält mit ungefähr 500 hochkarätigen Gemälden, Aquarellen und Gouachen noch nie gezeigte Werke der Romantik von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Johan Christian Dahl, Franz Ludwig Catel und vielen mehr.

Die ausgewählten Gemälde zeigen, wie die vorwiegend deutschen und skandinavischen Maler sich und ihre Umwelt wahrnahmen. Die Mittel ihrer Malerei waren äußerst vielschichtig und machen deutlich, wie die Künstler der Romantik ihre Erkenntnisse sehr individuell umsetzten. Trotz der stilistischen Unterschiede ist allen gemeinsam, dass sie Empfindungen als künstlerischen Ausdruck in den Vordergrund stellten. Nicht die analytische Wahrnehmung, sondern die Gefühle, die die Erhabenheit der Natur im Menschen auslösen, sollten den Betrachter zum Nachdenken über seine Rolle in der Welt anregen. Es waren die Künstler, die in den Augen der Romantiker die Natur wieder zum Sprechen bringen sollten.

Die Ausstellung will zum genauen Hinsehen und Verstehen der Bilder anregen und die Positionen der Romantiker erfahrbar machen. Dabei lassen sich durchaus aktuelle Bezüge herstellen. Die Künstler der Romantik gaben auf ihre Weise Antworten auf die Frage nach der Wertigkeit der Natur im Leben des Menschen. Können ihre empfindungsreichen Darstellungen der Natur für uns heute ein Denkansatz zur Lösung von Umweltproblemen und Klimaveränderungen sein?

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