Ausstellung 05.09.25 bis 26.04.26
Was passiert nach dem Tod? Wie stellen sich Gesellschaften den Übergang zwischen dem Diesseits und dem Jenseits vor? Wie gestalten sie ihn und welchen Weg legt die Seele oder verstorbene Person dabei zurück? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Je nach Kultur, Religion und Individuum sieht die Antwort anders aus.
Der Beginn des Weges, der Tod, ist oft von traditionellen Prozessen und Zeremonien charakterisiert. Die Bestattung ebenso. Hier wie später auch kommt den Hinterbliebenen und Objekten wichtige Bedeutung zu.
Die Ausstellung zeigt mit rund 250 Altären, Amuletten, Buddhas und Bahren, Figuren, Fächern, Gefäßen, Glocken, Instrumenten, Masken, Totenbrettern, Tüchern und Zeichnungen aus der Museumssammlung, wie sich das Dazwischen materiell äussert. Denn es ist aufwendig, Verstorbene oder Seelen mit den nötigen Dingen auf den richtigen Weg zu schicken.
Die Ga in Ghana kennen eine einzigartige Sarg- und Beerdigungskultur. Dieser Einstieg in die Ausstellung macht klar: das Thema ist zwar todernst, hat aber auch seine farbigen und lebensbejahenden Seiten.
Der indonesische Künstler Eddie Hara stellt sich in seinem riesigen Wandbild „See you on the other side” das Jenseits vergnüglich vor. Der Altar des mexikanischen Künstlers Pepe Villegas wiederum ist ein buntes Zeugnis des Volksfestes „Día de Muertos” zu Ehren der Toten jeweils am 1. und 2. November. Das Totenbuch Bardo Thödol aus Tibet beschreibt die ersten 49 Tage nach dem Tod – und die Begegnungen mit guten und bösen Gottheiten. Auf Bali spielen Kremationstürme, Verbrennungssärge und Effigien eine wichtige Rolle bei der Seelenreinigung, die sich über Monate hinziehen kann und im Zentrum der Ausstellung steht.
Versehen mit schützenden Objekten werden die Verstorbenen oder die Seelen auf ihrem Weg zudem von Tieren und Instrumenten begleitet. Ein eigentliches Ziel gibt es nicht, dafür ist die letzte Station der Erinnerung gewidmet. Und zum Schluss bringen todschöne Musik und Filmauszüge nochmals eine leichtere Note in die Ausstellung.
Ausstellungsort
Eines der bedeutendsten ethnographischen Museen Europas. Außereuropäische Kulturen, Urgeschichte, europäische und schweizerische Volkskunde, Textilien.
Museum, Basel
Bedeutende zoologische und geologische Sammlung. Zoologie: Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische der Schweiz, Vögel der Erde, aussereuropäische Säugetiere, wirbellose Tiere. Geologie: Die Erde, Versteinerungen der Basler Region. Mineralogie.
Museum, Basel
Bedeutende Gemäldesammlung. Malerei und Zeichnung des Oberrheins und der Niederlande von 1400 bis 1600, Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Museum, Basel
Teddybären, Puppen, Kaufmannsläden, Puppenhäuser und Miniaturen vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute.
Museum, Basel