Version
24.1.2026
(modifiziert)
Die wilde Jagd zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
„Die wilde Jagd” Karl Thrumann + Sohn, Braunschweig, um 1930
Walzenzeichen-Maschine zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
Walzenzeichen-Maschine
Standautomat mit zwei Lochplatten zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
Standautomat mit zwei Lochplatten, Musikwerke Paul Lochmann, Leipzig, um 1900
Fürstlicher Klang zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
Abteilung „Fürstlicher Klang”
Harmonium „Orchestrelle” zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
Harmonium „Orchestrelle”, The Aeolian Company, New York, um 1900
Orchestrion Tino Rossi zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
Orchestrion „Pneuma Accordeon Jazz” Tino Rossi
Historische Wirtschaft zu „Deutsches Musikautomatenmuseum (Museum)”, DE-76646 Bruchsal
Die „Historische Wirtschaft” ist nur im Rahmen einer öffentlichen Führung zu besichtigen.

Museum

Deutsches Musikautomatenmuseum

Schlossraum 4
DE-76646 Bruchsal
07251-742661
dmm@landesmuseum.de
Ganzjährig:
Di-So+Ft 10-17 Uhr

Musikautomaten zeugen von dem Bemühen, Klang zu konservieren und Musik jederzeit reproduzierbar zu machen.

Dies galt für alle Gesellschaftsschichten. Flötenuhren, Drehorgeln, selbstspielende Klaviere und Orgeln, Musikdosen, Musik-Androiden und Orchestrien standen in Residenzen, bürgerlichen Salons, Tanzsälen und Gasthäusern. Straßenorgeln tönten auf Märkten, Messen und in Freizeitparks und trugen so zur Popularisierung der Tonkunst bei.

Die Jahr­markt­orgel von 1912 stand in einem New Yorker Ver­gnügungs­park.

Im Unterschied zu heutigen Tonspeichermedien geben Musikautomaten die Musik aus Instrumenten wieder. Sie mechanisieren etwa Flöte, Trompete, Trommel, Triangel, Klavier oder Geige, die scheinbar wie von Geisterhand angestimmt werden.

Das Museum zeigt im Barockschloss Bruchsal eine der europaweit größten Ausstellungen selbstspielender Instrumente: auf drei Etagen dokumentieren rund 500 klingende Exponate eine fast vergessene Musik- und Mediengeschichte aus drei Jahrhunderten.

Vielfalt der Instrumente: die kunsthandwerkliche Fertigung der Orchestrien, Musikdosen, Jukeboxes, Drehorgeln, klingenden Nähkästchen und Kleiderhaken, Androiden, automatischen Flügeln und Organetten begann im 17. Jahrhundert, hatte ihre Blüte im ausgehenden 19. Jahrhundert und erlebte seit den 1920er Jahren einen Niedergang.

Jaques de Vau­can­sons Flöten­spieler bewegt beim Spiel Arme, Finger und Augen.

Doch auch der Übergang zu neuen Reproduktionsmedien des 20. und 21. Jahrhunderts, von Phonograph, Grammophon, Radio, Dictaphon, ▸Tefifon, Schallplatte, Kassette und CD über MP3-Player bis hin zu Youtube und iTunes, ist Teil der Ausstellung.

Film- und Audioaufnahmen: an Medienstationen werden die Automaten in ihrem ursprünglichen Umfeld gezeigt und können auf diese Weise als Statussymbol im Wohnzimmer oder als Unterhaltungsmedium im Gasthaus und Kino, erlebt und wahrgenommen werden. Per Knopfdruck können an ausgewählten Musikautomaten Audioaufnahmen mit charakteristischen Klängen des jeweiligen Automaten abgespielt werden.

Von der Titanic-Orgel, einer großen selbstspielenden Orgel, heißt es, sie sei von der White Star Line für den Speisesaal der ersten Klasse ihres neuen Luxusdampfers RMS Titanic in Auftrag gegeben worden, der Bau der Orgel in der Welte-Fabrik in Freiburg habe sich jedoch verzögert, so dass sie 1912 nicht rechtzeitig zur Jungfernfahrt der Titanic fertig war. Diese Verzögerung sei der Grund dafür, dass die „Titanic-Orgel“ heute im Museum in Bruchsal ausgestellt ist, statt mit dem Rest der Titanic 3803 Meter unter dem Meeresspiegel zu liegen.

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Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
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