Exponat
Die Figuren des Hendrik van Balen (1575-1632) beinhalten fast immer eine tiefere allegorische oder mythologische Bedeutung.
Das um 1620 bis 1625 entstandene Gemälde offenbart eine Badeszene im Wald als Reinigungsritual einer weiblichen Gruppe mit Diana im Zentrum. Locker hat die auf einem Fels im Fluss Sitzende als Blickpunkt ein zinnoberrotes Tuch um ihren Körper drapiert. Es ist Zeichen ihrer Göttlichkeit und Führungsrolle unter den sie umgebenden Nymphen. Weitere Hinweise auf die jungfräuliche Göttin der Jagd sind die gleich einem Stillleben arrangierten toten Tiere im Bildvordergrund, die Jagdhunde und die soeben an einen Baum gehängten Jagdhörner.
Die Körperpflege dient als Vorwand der Aktdarstellungen – das eigentliche Thema des Werkes. Puderquaste, Kamm, Spiegel und Schere sind gemeinsam mit erlesenem Schmuck ebenso als Stillleben angeordnet. Das dicht gearbeitete Laub der Bäume und der dunkel aufragende Fels sind der Gruppe zugleich Sichtschutz und Abgrenzung gegen die im Hintergrund der Flusslandschaft schemenhaft Badenden.
Das helle Inkarnat der sinnlichen im Stile Rubens modellierten Körper hebt sie vom Dickicht des Waldes ab. Sie scheinen nachträglich integriert zu sein. Die Vermutung des Zusammenwirkens dreier Künstler, nach der Jan Brueghel d. Ä. der Autor der Landschaft ist, Frans Snyders die Tiere und Hendrik van Balen die Akte in die Landschaft setzt ist vermutlich darin mitbegründet.
Zarte Abstufungen des Inkarnats in Rose, Orange, Blau, Ocker und Grau zeigen die weiblichen Rundungen in barocker Üppigkeit. Formende Schatten und die Stofflichkeit des Dianas Füße glasklar umspielenden Wassers, des hauchzarten die Blöße der hinter ihr stehenden Nymphe bedeckenden Tuches, des wertvollen Geschmeides sowie des Felles bzw. Gefieders der Jagdbeute sind Kennzeichen delikater Feinmalerei.
In der Bestseller-Liste der Salzburger Residenzgalerie nimmt das Gemäldes den ersten Platz in der Kategorie „Historienmalerei” ein. Eine weitere Version davon befindet sich im Dayton Art Institute in Ohio.
Standort
Europäische Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte: Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts (Rembrandt, Rubens, Brueghel), italienische, französische und österreichische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, österreichische Meisterwerke.
Museum, Salzburg
Museum, Salzburg
Bel Etage des ehemaligen Repräsentationsgebäudes der Salzburger Fürsterzbischöfe mit 15 Prunkräumen. Schatzkammer, Kunsthalle, Panorama Passage, Gottfried-Salzmann-Saal und Glockenspiel. Mythos Salzburg.
Museum, Salzburg
Einzigartiges Panoramagemälde, gemalt von Johann Michael Sattler (1786-1847), rund 125 qm groß und mit einem Umfang von 26 Metern. Es zeigt die Stadt Salzburg und ihr Umland um 1829.
Museum, Salzburg
Geburtshaus des Dichters Georg Trakl. Originale Möbel, Erinnerungsstücke aus dem Familienbesitz, Trakl-Nachlass.
Museum, Salzburg
Geburtshaus des Dichters in der Salzburger Altstadt. Bekannter und geschätzter Ausstellungsort für österreichische und internationale Künstler. Wettbewerbsausstellungen und umfangreiche Themenausstellungen.