Ausstellung 29.07.26 bis 25.04.27
Kuhglocken, die Berliner Hütte im Zillertal, Gletschermüll und eine Statue des Heiligen Nikolaus: sie alle verbindet die Tiroler Berglandschaft. Die Berge prägen das Leben der Menschen in Tirol – und umgekehrt: die Menschen formen die Berge selbst. Sei es die alltägliche Bedrohung durch Lawinen, der jährliche Almauftrieb, Gletscherskigebiete oder Seilbahnfahrten, die Beziehungen zwischen Menschen und Bergen sind vielfältig.
Mit historischen Objekten und zeitgenössischen Perspektiven, Stimmen und Medien werden diese vielfältigen Beziehungen erzählt. Lieder, Filmausschnitte und Interviews laden zum Vertiefen ein. Die Ausstellung bricht mit dem Klischee der abgeschotteten, „heilen” Bergwelt: Tirol und seine Berge sind ein kultureller Knotenpunkt zwischen Nord- und Südeuropa, zwischen lokalem Wissen und globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Overtourism oder Ressourcenknappheit. Gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus Tirol und Berlin wird so ein differenziertes, auch widersprüchliches Bild der Region entwickelt.
Mehr als nur Anschauen: die Ausstellung lädt dazu ein, Berge neu zu erleben – mit Kopf, Herz und Händen. Vermittlungsstationen regen zum Mitmachen an: Besucher können Ressourcen wie Salz, Zirbelholz oder Flachs ertasten, Spiele spielen, Selfies als „Salontiroler” machen oder eigene Bergcollagen basteln. Durch die Ausstellung führt ein Audioguide und bietet Hintergrundinformationen zu vielen Geschichten und Objekten. Neben den klassischen Exponaten und Texten erzählen außerdem Interviews, wie Menschen in Tirol auf diese Themen blicken.
Ausstellungsort
Hervorgegangen aus der Vereinigung des 110 Jahre alten Museums für Volkskunde mit der Europäischen Sammlung des Ethnologischen Museums. Erstes ethnographisches Museum mit dezidiert europäischer Ausrichtung in Deutschland.
Bis 29.3.2027, im Haus
Donauschwäbische Trachten geben überraschende Einblicke in die einstigen Lebenswelten von Frauen und Mädchen.
Museum, Berlin
Ehemaliges Rittergut. Agrar- und Ernährungsgeschichte in Berlin und Brandenburg: Landwirtschaft, dörfliche Entwicklung und Ernährung sowie Heimatgeschichte Dahlems. Werdegang der Lebensmittel vom Acker bis zur Einkaufstasche.
Bis 21.6.2026, Berlin
Auch im Kunsthandwerk zeigt sich der charakteristische Stil der Brücke: Schnell, direkt und die Lust am Experiment.
Museum, Berlin
Entwickungsgeschichte und Systematik der Pflanzen. Nutzpflanzen, Paläobotanik, Pflanzenfunde aus ägyptischen Gräbern. Große botanische Spezialbibliothek mit Literatur u.a. zu Heil- und Nutzpflanzen, Drogen- und Giftpflanzen aus aller Welt und in fast alle
Museum, Berlin
Ausschließlich den Werken der Künstlergruppe „Brücke” gewidmetes Museum. Diese wurde 1905 in Dresden gegründet und bildete die erste avantgardistische Gruppe der Kunst des 20. Jahrhunderts in Deutschland.