Ausstellung 19.05.19 bis 26.01.20

Museum am Schölerberg

Die geheime Welt der Pilze

Gift, Genuss und Mythos

Osnabrück, Museum am Schölerberg: Pilze gehören weder zu den Tieren noch zu den Pflanzen. Fast drei Meter hohe Pilzmodelle versetzen die Besucher in die Ameisenperspektive, während unter dem Binokular der Mikrokosmos der Pilzwelt entdeckt werden kann. Bis 26.1.20

Pfifferlinge, Champignons und Co. sind jedem wohl bekannt. Doch, das ist nur ein Bruchteil einer Welt, die weitestgehend im Verborgenen existiert. Dabei bilden Pilze mit Millionen von Arten das zweitgrößte Organismenreich der Erde.

Lange wurde angenommen, dass zwei große Gruppen an höheren Lebewesen die Erde besiedeln: Pflanzen und Tiere. Doch mittlerweile weiß die Wissenschaft es besser. Pilze gehören weder zu den Tieren noch zu den Pflanzen. Sie bilden ein eigenes Reich. Das, was von ihnen als gemeiner Pilz sichtbar ist, ist meist nur der Fruchtkörper. Der wahre Organismus lebt im Untergrund.

Fast drei Meter hohe Pilzmodelle versetzen Besuchende in die Ameisenperspektive, während unter dem Binokular der Mikrokosmos der Pilzwelt entdeckt werden kann. Bunte Schimmelpilzkulturen in Petrischalen wirken wie abstrakte Kunstwerke. Zeitrafferaufnahmen lassen Pilze im Rekordtempo wachsen und Lebensmittel schimmeln. Riechstationen überraschen mit intensiven Gerüchen – vom leckeren Trüffel- bis zum üblen Aasgeruch der Gemeinen Stinkmorchel, die damit Fliegen anzieht und über die Insekten ihre Sporen verbreitet. In der Abteilung Pilze als Parasiten wird es noch skurriler. Hier befallen sie Insekten und machen sie zu echten Zombies.

Ein drei Meter hoher Fliegenpilz, vor dem Eingang des Museums, lässt erahnen, was Gäste in der Ausstellung erwartet: eine Welt voller Gegensätze, verblüffender Fakten und Superlative – von winzigen Pilzsporen bis zum größten Lebewesen der Welt. Die Vielfalt und Talente der Pilze sind schier unendlich und das Leben auf dieser Welt ohne sie undenkbar.

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